Nachdem sich noch immer kein baldiges Ende der Pandemie abzeichnet, und damit auch ungewiss ist, wann ein Fest im Beisein der ganzen Gemeinde wieder uneingeschränkt möglich ist, feierte Vincent seine Konfirmation in einem zusätzlichen Gottesdienst am frühen Nachmittag des 1. Advent im Kreis seiner Familie mit Übertragung per Zoom und Telefon.
Auch dieser Konfirmationsgottesdienst stand unter dem Wort aus Hebräer 8 Vers 10 „Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“
Zum Beginn des Gottesdienstes erklang die Aufforderung: „Sieh es nicht mit deinen Augen, sieh es mit den Augen Jesu“. Der Gemeindevorsteher Evangelist Markus Pflüger fragte sich, wie sich Jesu nun wohl fühlen müsse. Er müsse vor Glück platzen, denn da sagt ein junger Mensch ja zu ihm, sieht ihn als seinen Freund an.
Die Konfirmation sei ein Fest mit besonderer Verantwortung und Freude. Das Gelübde beginne mit „Ich entsage dem Teufel ….“, was bedeute, dass man sich gegen alles stellt, was böse, was nicht göttlich ist. In den weiteren Worten „und übergebe mich dir“ drücke sich das Vertrauen aus, dass Gott uns begleitet, dass wir nicht auf verlorenem Posten stehen. Es sei nicht immer ganz so einfach. Manches Mal fehle der richtige Zugang. Dann müsse man sich zurückerinnern an die göttliche Stärke und Macht des dreieinigen Gottes. Die Worte „im Gehorsam und ernstlichen Vorsatz“ würden nicht so geschmeidig klingen, brächten aber zum Ausdruck, dass wir unseren Willen in den göttlichen Willen legen wollen und es damit auch wirklich ernst meinten. Mit dem Versprechen „Gott treu zu sein bis an mein Ende“ schließe der Konfirmand einen Vertrag mit Gott, der Geduld und Durchhaltevermögen erfordere.
Mögen wir an Jesu kleben, wie eine Muschel am Felsen. Der Leim hierzu sei das Gebet, die Nähe Gottes, die Gemeinschaft und die Glaubenserlebnisse.
Musikalische Einlagen durch Klavier oder Gitarre betonten die festliche Stimmung der Feier, besonders auch die zu Herzen gehende Melodie zu Dietrich Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben“ in der Version von M. Schütz. (HG)