Zur Freude der Rutesheimer, insbesondere auch des Jubelpaares, besuchte Bezirksvorsteher Thomas Dittus die Kirchengemeinde und diente mit Bezug auf den heutigen Palmsonntag mit dem Predigtwort aus dem Matthäus-Evangelium 21 Vers 6: „Die Jünger gingen hin und taten, wie Jesus befohlen hatte.“
Gleich zu Beginn seiner Predigt wies der Bezirksvorsteher darauf hin, dass er heute mit sehr gemischten Gefühlen gekommen sei. Da sei einerseits die Freude über die Goldene Hochzeit der Eheleute Jahnke und gleichzeitig die Wehmut über den Abschied der Familie Grobler aus der Gemeinde auf Grund ihres Wegzugs. Solch gemischte Gefühle hätten auch schon jenen Tag geprägt, als Jesu auf dem Füllen der Eselin in Jerusalem Einzug hielt. Da war die Freude über den Jubel, der sein Kommen begleitete, gleichzeitig wussten Jesu und seine Jünger jedoch auch, welche Leiden Jesu bevorstanden. Auch Jesu hatte sich gefürchtet, wurde jedoch angetrieben von der Liebe zu den Menschen und dem Gehorsam zu seinem Vater.
Auch im Leben von Sigrid und Wolfgang Jahnke gab es so manches Auf und Ab, so manche gemischten Gefühle. Aber auch in den schlimmsten Lebenslagen haben sie Halt durch ihren felsenfesten Glauben gefunden und durften erleben, dass unser himmlischer Vater alles in seiner Hand hält.
Bezirksvorsteher Dittus wies auf drei Aussagen von Jesu hin, die uns immer wieder neuen Halt geben:
In seinem Mitwirken verdeutlichte Priester Peter Höfer, dass diese drei Aussagen auch voll und ganz für unser Jubelpaar gelten würden. Wir Menschen hätten bestimmte Vorstellungen von unserem Leben, aber es käme immer wieder etwas dazwischen, wo man dann nicht weiß, wie es weitergehen wird. Aber Gott habe immer einen Weg. Darum gelte es, nicht zu verzagen, sondern Gott zu vertrauen, wie es die beiden bisher auch immer getan hätten. Aufgeben führe nicht zum Ziel, aber Gott in den Mittelpunkt zu stellen und dran bleiben.
Als spezielles Wort für die Zukunft gab der Bezirksvorsteher dem Jubelpaar ein Wort aus Matthäus 24 Vers 13 mit auf den Weg: „Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig.“ Als sich die beiden vor über 50 Jahren begegnet seien, hätten sie schnell gespürt, dass sie füreinander geschaffen sind. Sie setzten ihren Plan um, in den Süden zu ziehen. Ihr weiteres Leben sei nicht immer in allen Dingen nach ihren persönlichen Plänen verlaufen, aber immer mit der Hilfe Gottes. Zu den besonderen Höhepunkten ihres Lebens würden auch ihre beiden Töchter und deren Hochzeiten gehören.
Nach dem Segen zur Goldenen Hochzeit ertönte das bekannte Lied von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – ein Lebensmotto, das die beiden weiterhin begleiten wird. So auch das Schlusslied „Der Heiland sorgt für dich“ von Gustav Mankel.
hg