Am Sonntag, 12. Juni 2022, feierte die Gemeinde ein besonderes Fest: Das jüngste Gemeindemitglied, Elio, empfing das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Dem Gottesdienst, den Priester Martin Mann durchführte, lag das Textwort aus 1. Johannes 4, 16 zu Grunde: „Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Nach dem musikalischen Auftakt durch ein Vokalensemble mit dem Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ ( Helmut Brand) führte Priester Mann in seiner Predigt folgendes aus: Die Liebe als oberstes Gebot Jesu (vgl. Lukas 10, 27) ist eine Lebensaufgabe für den Menschen. Gott ist Liebe Gott der Vater ist Kraftquelle der Liebe, die er dem gläubigen Menschen durch väterliche Fürsorge schenkt. Gott der Sohn, unser Herr Jesus ist die sichtbare Liebesquelle auf Erden, die uns mit offenen Armen empfängt. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott wohnt gerne in ihm und seinem Herzen. Steht Gott vielleicht ab und zu kurz vor dem Auszug aus unseren Herzen, weil wir keine freundlichen Worte für den Nächsten haben und ihm möglicherweise gar Verachtung, Vorurteile oder übles Nachreden entgegenbringen? Mut zur Liebe Liebe ist nichts für Feiglinge. Menschen zu lieben, die wir mögen und die uns sympathisch sind ist einfach. Schau hin zum Kreuz, wie Jesus seinen Mördern vergibt. Liebet Eure Feinde, das erfordert Mut. Liebe kämpft anders Kämpfen OHNE Liebe heißt: besiegen, klein halten, vernichten, unterwerfen. Kampf MIT Liebe dagegen heißt: den Nächsten gestärkt aus dem Kampf hervorgehen zu lassen, ohne das eigene Ziel aufgegeben zu haben. „Win-Win-Situationen“ mit dem Nächsten zu schaffen ist das Ergebnis eines Kampfes mit Liebe. Furcht ist nicht in der Liebe Hab keine Furcht vor dem Vergeben, weil Du neu verletzt werden könntest (vgl. 1. Johannes 4, 18) Liebe nicht nur als Theorie Wir haben innerhalb der Gemeinde Gelegenheiten an Schwester und Bruder und in unserem Umfeld an allen Menschen zu üben, um keine „Liebestheoretiker“ zu sein (vgl. 1. Johannes 4, 20)
Nach der Sündenvergebung und dem durch ein Sopran-Bariton-Duett mit Klavierbegleitung sehr einfühlsam vorgetragenen „Gebet eines Kindes“ (Janice Kapp Perry), gab Priester Mann in seiner Ansprache den Eltern das Bibelwort Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich (Daniel 12,3) an die Hand, in dem es in älteren Übersetzungen „Lehrer“ anstatt „Verständige“ hieß und zitierte die Liedstrophe „Die Mutter lehrte früh mich beten, von Kind an schon auf Gott vertraun. In allen Sorgen, allen Nöten empor zum Himmel gläubig schaun. Sie pflanzte tief in meine Seele ein Glaubenskorn, das ewig währt. Wie dankbar bin ich meiner Mutter, dass sie mich beten hat gelehrt! (Text: unbekannt). Danach empfing Elio das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und den Segen des dreieinigen Gottes. Mit der Feier des Heiligen Abendmahls als weiteren Höhepunkt und dem Schlussvortrag des Vokalensembles „Du (Jesus) bist die Zukunft“ (Jochen Rieger) endete der Gottesdienst. (MM)