Gemeindevorsteher Michael Bandtel legte dem Taufgottesdienst folgendes Bibelwort zugrunde: „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.“ (Joel 3, Vers 1)
Der Gemeindechor stimmte mit den Liedversen „Ins Wasser fällt ein Stein/ Ganz heimlich, still und leise/ Und ist er noch so klein/ Er zieht doch weite Kreise“ passend auf den Taufgottesdienst ein. In seiner Predigt griff Michael Bandtel das Bild des Steines auf. Falle dieser ins Wasser, ziehe er die sichtbare Auswirkung der Wellen nach sich, der eigentliche Impuls unter der Wasseroberfläche liege jedoch im Verborgenen. Genauso verhalte es sich mit der Heiligen Wassertaufe. Von außen sehe man nicht, was mit der Seele passiere. Jedoch bilde die Taufe die Grundlage im Herzen eines jeden Christen und verändere das ganze Leben. So verwies er auf den im Bibelwort ausgegossenen Geist, der auch heute noch in uns wirke, indem er uns das Wort Gottes verstehen ließe.
Priester Heiko Röchert, der in der Gemeinde für die Kinder beauftragt ist, sprach in seinem Predigtbeitrag von dem allerersten Schritt im Leben eines Kindes. Bezogen auf das Glaubensleben sei die Heilige Wassertaufe der erste Schritt Gott entgegen.
Die Taufhandlung bereitete der Eltern- und Kinderchor vor. Bereits die kleinsten Sänger schmetterten dem Täufling voller Inbrunst zu: „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu, Du bist du...Das ist der Clou“. Der Gemeindevorsteher betonte in seiner persönlichen Ansprache an die Eltern, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes und keineswegs ein Zufall sei. Außerdem wisse er wohl, dass sie sich ihrer Aufgabe, die Verantwortung für die Glaubenserziehung ihres Sohnes zu übernehmen und ihm einen aktiven Glauben vorzuleben, bewusst seien. Mit dem Vollzug der Heiligen Wassertaufe werde die Erbsünde abgewaschen, sodass der Täufling in die Gemeinschaft der Kirche Christus aufgenommen werden könne. Die Taufhandlung endete mit einem Fürbittgebet, das unter anderem folgende Bitte zum Ausdruck brachte: „Lass Luca in der Kirchengemeinde ein tiefes Gefühl des Geborgenseins verspüren und bedingungslose Liebe erfahren, sodass sein Glaube wachsen kann.“
Zum Ausklang des Gottesdienstes sang die Gemeinde dem Täufling den bekannten irischen Segenswunsch entgegen: „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen eben, mögest du den Wind im Rücken haben.“ (SK)