Im März 2011 vereinigten sich die Gemeinden der Neuapostolischen Kirchen Perouse und Rutesheim zu einer Kirchengemeinde, die in dem 1999 neu bezogenen Gebäude in der Raiffeisenstraße 23 in Rutesheim genügend Platz für die gemeinsamen Gottesdienste und Gemeindeaktivitäten fand.
Den Wochengottesdienst am Mittwoch, den 25. März, nutzte die Gemeinde für einen freudigen Rückblick auf die 15 gemeinsamen Jahre.
Der Gottesdienst, den Priester Markus Müller aus der Gemeinde Stuttgart-Süd durchführte, stand unter dem Predigtwort aus Jeremia 32.41 „Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“
Verwurzelung zeige sich konkret im Gemeindeleben, führte Priester Müller aus. Verwurzelung sei ein Raum, wo man Wurzeln schlagen könne, sei ein Zeichen für Stabilität, ein Symbol für Fruchtbarkeit, ein Zeichen der Verbindung mit Jesu, die sich in dem Bild vom Weinstock und den Reben widerspiegele. Einer Gemeindezusammenführung gehe erst einmal eine Entwurzelung voraus, hier jedoch mit dem Ziel daraus Neues entstehen zu lassen.
Priester Roland Krebs, früher in der Gemeinde Perouse im Einsatz, erläuterte, was eine Gemeinde ausmache. Da seien so viele Gemeinsamkeiten, dass man oft die Unterschiede nicht mehr sähe, aber Unterschiede würden auch bereichern. Die Gemeinde Perouse durfte damals wählen und habe sich für Rutesheim entschieden. Die Migration sei gelungen. Aber eigentlich sei es ja auch eine Fusion und keine Migration gewesen. Die Perouser seien von Anfang an mit viel Liebe aufgenommen und eingebunden worden.
In einer Retrospektive nach dem Gottesdienst bestätigte der letzte in Perouse lebende Diakon i. R. Volker Servay, dass die gemeinsamen 15 Jahre ein schöner Grund seien, ein „Dank-Jubiläum“ zu feiern, weil die Fusion so gut und reibungslos geglückt sei. Unter anderem durch den Wegzug von Gemeindemitgliedern habe sich die klein gewordene Gemeinde zu einer Gemeindezusammenlegung entschlossen. Da Perouse politisch bereits seit der Gemeindereform 1972 zu Rutesheim gehörte, sei es auch für die neuapostolische Gemeinde naheliegend gewesen, sich mit der Kirchengemeinde in Rutesheim zu vereinen.
Er erinnerte daran, dass alle Gottesdienstbesucher beim ersten gemeinsamen Gottesdienst beim Betreten der Rutesheimer Kirche als Zeichen der Verbundenheit ein Herz geschenkt bekamen, das einige noch heute besäßen. An der Wand des Kirchenschiffes hänge noch immer ein Gemälde mit einem großen Herz unter dem Motto „Gemeinsam zum Ziel“ mit den Unterschriften der Gemeindemitglieder.
Im Anschluss daran präsentierte er ein paar Bilder, die an die letzten Gottesdienste in Perouse und den ersten Gottesdienst in Rutesheim erinnerten. Untermalt wurde die Präsentation von Antje Servay mit dem Klavierstück „Stern auf den ich schaue“. Danach gab es noch einen kleinen Ständerling im Foyer.
hg