Am 12. April fand die Konfirmation für die Gemeinden Stuttgart-Süd und Heslach statt. Das Textwort „Wer michbekennt vor den Menschen, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist“ (Matthäus 10,32) war die Grundlage des Gottesdienstes.
Gemeinschaft und Glaubensverantwortung
Bezirksvorsteher Thomas Dittus, der den Gottesdienst leitete, richtete direkt zu Beginn sein Wort an dieKonfirmandinnen und Konfirmanden: „Ihr steht heute in der Mitte der Gemeinde!“ In seiner Predigt ging er auf dieErwartungen der Jugendlichen ein, die sie vorab in Gesprächen geäußert und im Konfirmandenunterricht gemeinsamerarbeitet hatten. Besonders betonte er, wie der Glaube nicht nur individuell, sondern besonders durch die Gemeinschaftlebt. In der Praxis sei dies insbesondere im alltäglichen Leben spürbar. So erinnerten die Konfirmanden an eine wichtigeErkenntnis aus ihrem Unterricht: Glaube sei mehr als nur ein inneres Gefühl - er werde durch Handlungen sichtbar. Obdurch regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes, das Gebet oder Gutes tun im Kleinen - der Glaube soll immer wieder indie Tat umgesetzt werden. Dabei gehe es nicht um Pflicht, sondern um die Liebe zu Gott.
Den Glauben leben
Gelebter Glaube bedeute so auch Freundlichkeit gegenüber Fremden. Jesus wurde einmal gefragt, welches das wichtigste Gebot sei und er antwortete mit der Aufforderung: Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst. „Das soll Motivation für uns alle sein“, sagte der Bezirksvorsteher. In einer Zeit, in der sich Egoismus immer weiter ausbreite, sei das Evangelium die entgegengesetzte Stimme. Die Stimme, der Versöhnung, die immer den Nächsten sieht Das bedeute aber nicht, dass man keine klare Haltung haben dürfe. Wir müssen nicht aus Angst Christen sein. Christ sein bedeute, immer Hoffnung haben zu können, weil Gott ein Gott der Liebe ist.
Diakon Johannes Reiß, der den Unterricht der Konfirmanden begleitete, richtete persönliche Worte an die Jugendlichen: „Ich wünsche euch, dass ihr euren Glauben immer offen bekennen könnt“ Er hob hervor, dass die Konfirmanden nichtallein auf ihrem Glaubensweg seien, auf die Unterstützung der Gemeinde vertrauen dürfen und ermutigte sie, sich auch gegenseitig zu unterstützen.
Konfirmandenlehrer Daniel Kühnbacher ging besonders auf die Bedeutung des Begriffs „Konfirmation“ ein: „Im Wortsteckt ‚confirm‘, was aus dem Englischen übersetzt ‚bestätigen‘ bedeutet. Ihr bestätigt heute eure Taufe und Versiegelung.“ Dies sei eine bewusste Entscheidung, die Verantwortung mit sich bringe - eine Entscheidung für den Glauben und fürGott. „Denkt daran, in welche Situation ihr auch in eurem Leben kommen werdet: Jesus wird euch immer lieben. Das ist eure Superkraft fürs Leben.“
Segen und Liebe Gottes
Die Ansprache zur Konfirmation wurde durch den Brief des Stammapostels eingeleitet. Auch er nahm Bezug auf die Liebe Gottes. Auf das Licht Gottes, das immer eine Richtung weise. Thomas Dittus nahm insbesondere Bezug auf den Segen Gottes. „Segen bedeutet nicht, dass alles immer glatt läuft. Das kann ich euch leider nicht versprechen. Segen ist, was uns Gott näherbringt. Nur er weiß, was das ist.“ Die Konfirmanden wies er auf ihre aktive Entscheidung für ihren Glauben hin: Die Entscheidung für Gott lohne sich immer.
Im Anschluss an die Konfirmation fand außerdem die Aufnahme eines Jugendlichen in die Neuapostolische Gemeinde statt.