In einem musikalisch von Chor und Gemeinde umrahmten Gottesdienst feierte Jonathan im Beisein der Kirchengemeinden Rutesheim und Friolzheim und seiner Lieben seine Konfirmation in der Rutesheimer Kirche.
Als Predigtgrundlage diente Matthäus 10.32: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“
Der Vorsteher der Gemeinde Rutesheim, Priester Andreas Schmauderer, warf die Frage auf, als was wir uns erkennen würden, wenn wir uns als Menschen betrachten würden, unser Leben, unsere Tage, unsere Hobbies? Und wozu würden wir uns bekennen? Er forderte dazu auf, sich selbst die Frage ganz offen und ohne jegliche Einschränkungen zu stellen. Es gäbe schöne Situationen, in denen wir uns zu Jesu bekennen könnten. Und wenn wir dies täten, würden wir – wenn auch vielleicht nicht immer - spüren, dass da etwas in uns passiert.
Der Stammapostel habe sechs Punkte zusammengestellt, die aufzeigen, wie Jesus Christus mit uns umgeht und wie wir zukünftig mit unseren Mitmenschen umgehen wollen, weil wir zu Jesus Christus gehören. Diese sechs Punkte lauten:
1. Ich sehe deinen Wert.
2. Ich gebe dir, was ich selbst will.
3. Ich bin gut zu jedem.
4. Ich nutze dich nicht aus.
5. Ich bin für dich da.
6. Wenn du etwas falsch machst, vergebe ich dir.
Nachdem Priester Roland Ehret in seinem Predigtbeitrag die Konfirmation als Brücke vom Kind zum Jugendlichen aufgezeigt hatte, ging auch Priester Schmauderer auf dieses Bild ein. Die ersten 14 Lebensjahre lägen nun hinter Jonathan. Nun gehe es darum, die nächsten 15 bis 99 Jahre zu gestalten und den Weg bis zum Ende mit Jesus zu gehen. Wenn Jesu in unserem Leben nur eine Randrolle spielen würde, könnte es sein, dass die Brücke am Ende marode sei und nicht mehr halte.
In seiner Ansprache zum Konfirmationssegen verglich Priester Schmauderer das Leben mit dem Reisen, einem Hobby von Jonathan. Jetzt seien die Koffer gepackt. Wie beim Staffellauf hätten die Eltern nun den Stab an Jonathan übergeben. Eine Reise mit Jesu könne viele wertvolle Begegnungen bringen und neue Dimensionen eröffnen. Für den Fall, dass der Böse ihn zu packen versuche, riet er ihm, immer wieder das Gelübde zu sprechen, gerne verstärkt durch das Gebet „Unser Vater“, das Jesu uns gelehrt habe.
Nach dem von Chor und Gemeinde gemeinsam gesungenen Chorlied „Singt ein Lied von Gott“ gab es bei einem Sektempfang im Foyer noch Gelegenheit zum freudigen Beisammensein.
hg