Am 31. Mai besuchte Apostel Jürgen Loy die Gemeinde Leonberg und eröffnete den Gottesdienst mit den Worten: „Heute feiern wir ein Fest des Glaubens.“ Er bezog sich dabei auf die Feier der Heiligen Versiegelung, aber auch auf den Anlass für jeden und jede Einzelne sich an seine und ihre Taufe zu erinnern.
Das Textwort aus 2. Korinther 13,13 eröffnete den Gottesdienst mit den gleichen Worten, die auch den Schlusssegen eines jeden Gottesdienstes bilden: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“
Apostel Loy stellte heraus, dass ein Gottesdienst den dreieinigen Gott erlebbar machen soll und dazu braucht es den Heiligen Geist. Die Dreieinigkeit Gottes zeigt, dass Gott Beziehung ist. Gott ist Vater, Gott ist Sohn und Gott ist Heiliger Geist. Sie sind immer eins. Alle sind eingeladen, Teil dieser Beziehung zu sein. Der Glaube selbst sei ein Geschenk Gottes und wenn wir uns an Jesus halten, können wir mit Hilfe des Heilige Geistes diesen Segen erleben.
Die Gemeinde von Korinth, an die Paulus in diesem Wort schreibt, war genauso eine bunte Blumenwiese wie auch unsere Gemeinden heute. Aber alle bilden eine Gemeinschaft unter dem dreieinigen Gott. Und Gott segnet in unserer ganz individuellen Situation. So betonte Apostel Loy, dass Gott und seine Gnade auf vielfältige Weise spürbar und erlebbar seien. Der Anfang dieser Gnade Gottes war Jesus selbst. Mit ihm wurde uns ein Mensch geschenkt, der Gnade weitergibt, der wiederkommt. Mit ihm beginnt alles.
Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes helfe uns das Abendmahl und andere Sakramente zu feiern. Er helfe aber auch ganz individuell. „Er spricht auch deine Sprache“, sagt Apostel Loy. Er sei die Antwort auf die Zerstreuung der Welt, denn Gott schafft Beziehung. Jeder und jede habe aber die Verantwortung, dafür auch offen zu sein. Apostel Loy gab als Impuls für die kommende Woche, ganz gezielt danach Ausschau zu halten, wo die Gnade Gottes erlebbar wird. Gott sei immer größer als wir es uns vorstellen können.
Bezirskevangelist Michael Feller aus dem Bezirk Sindelfingen wünschte der Gemeinde in diesem Zusammenhang, dass Gott nicht nur zu Besuch sein möge, sondern dass er ganz in das jeweilige Leben einziehen kann. Dann werde die Gnade, die unverdiente Zuwendung Gottes zu jedem einzelnen, immer wieder erlebbar.
Teil des Gottesdienstes war auch die Feier der Heiligen Versiegelung sowie die Ordination eines Diakonen.