„Sie blieben aber beständig in der Apostellehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet.“ – diese vier Grundpfeiler des christlichen Glaubens lagen dem Gottesdienst am Mittwoch, 01. Juli 2026 in Ditzingen als Bibelwort zugrunde.
Apostel Jürgen Loy bezeichnete sie als „Schwerpunkte zur Orientierung für Dienst und Gemeinde“. Mit „sie“ seien nicht nur Geistliche, sondern die gesamte Gemeinde der ersten und der heutigen Christen gemeint, die in Gemeinschaft lebten, das Abendmahl zur Erinnerung an Jesus feierten und regelmäßig zusammen beteten. Jesus sei Grund für das Beständigbleiben, denn er biete eine „Option für die Zukunft“. Apostel Loy schlug den Bogen zu Petrus, der zum Bauen der Gemeinde aus „lebendigen Steinen“ aufrief. Die Gemeinde solle ein geistiges Haus sein, in dem jeder seinen Platz habe, ungeachtet aller Unterschiede der Einzelnen. Die Kirche sei „apostolisch“, indem sie auf der Apostellehre stehe, erläuterte er und führte aus, dass Aufgabe der Apostel sei, von Jesu Lehre und seiner Wiederkunft zu zeugen. Zur Gemeinschaft gehöre „mehr als der Kirchenkaffee“, so der Apostel, und bezog sich dabei auf die griechische Auslegung von Gemeinschaft: Anteil am anderen nehmen. Brotbrechen weise auf das Heilige Abendmahl hin, zu dem Jesus einlädt und gegenwärtig ist. Die Gemeinde als die Gemeinschaft der Heiligen umfasse neben den Lebenden auch die in Christi gestorbenen Gläubigen, betonte Apostel Loy, und rief das Gebet und die Fürbitte für die Entschlafenen in Erinnerung. Bezirksvorsteher Thomas Dittus ergänzte: „Wo Gott ist, gibt es kein Ende, sondern Zukunft.“ Unser Glaube sei ein Geschenk, die Tür bei Gott immer offen.
Im zweiten Teil des Gottesdienstes empfingen eine jugendliche und eine erwachsene Schwester die Gabe Heiligen Geistes, das Sakrament der Versiegelung, durch Handlauflegung des Apostels. Zudem wurde der langjährige Priester Hagen Heuser in den Ruhestand verabschiedet. Er war seit 1981 Amtsträger im Dienst der Gemeinden Ditzingen, Weilimdorf und Gerlingen. Darüber hinaus engagierte er sich als Chorsänger und Chorleiter und setzte sich mit seinem technischen Sachverstand ein. Vor allem der Aufbau der Videoübertragung in der Kirche in Ditzingen war maßgeblich sein Verdienst. Als freudiger, zuverlässiger Seelsorger beschrieb ihn der Ditzinger Gemeindevorsteher Peter Decker und hob seine besonnene und ruhige Art hervor. Sein Dienst sei „von der Liebe zu Gott und den Geschwistern getragen“ gewesen.
Zum Gottesdienst war auch die Gemeinde Gerlingen eingeladen.