[08.03.2026 ] Was für ein Sonntag! Der 08. März 2026 wird als ein ganz besonderer Tag in die Chronik der Gemeinde Weissach eingehen. Die Gemeinde freute sich auf den Besuch des Bezirksvorstehers Thomas Dittus, doch als der Gottesdienst begann und die Tür zum Kirchenschiff aufging, trat unser Apostel Jürgen Loy überraschend an den Altar.
Die Freude war riesengroß, denn eigentlich war in diesem Jahr gar kein Besuch des Apostels in der Gemeinde vorgesehen gewesen. Durch Reisepläne, die kurzfristig abgesagt werden mussten, war die Möglichkeit entstanden. Im Stillen hatte es sich die Gemeinde aber schon sehnlich gewünscht, den Apostel einmal an einem Sonntag in der Gemeinde zu begrüßen, weil es bereits seit geraumer Zeit den Bedarf gab, das Sakrament der Heiligen Versiegelung zu empfangen.
Nun zeigte sich eine Situation, wie sie wohl ähnlich Philippus mit dem Kämmerer erlebte ("Was hindert mich, dass ich mich taufen lasse...?" - Apg 8,36): Die betreffenden Geschwister waren alle da an dem Sonntagmorgen, samt Familie! In einem kurzen Gespräch vor dem Gottesdienst wurde der Wunsch nochmals bestätigt, das Sakrament zu empfangen, und so durfte die Gemeinde später miterleben, wie zwei Kindern und einem Erwachsenen die Gabe des Heiligen Geistes gespendet wurde. Das Erlebte verdeutlichte, was Apostel Loy auch zum Bibelwort aus Matthäus 17,5, der Begebenheit auf dem Berg der Verklärung, ausführte:
Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, das wir gar nicht erfassen können mit unseren menschlichen Sinnen. Wichtig ist, dass wir uns immer wieder einlassen auf die Begegnung mit Gott und - wie damals bei den Jüngern - die Begegnung auch zu einer Veränderung führen lassen. Dann wird der "Berg der Verklärung" für uns zu einem "Berg der Veränderung". Nicht weil sich durch unseren Glauben die irdischen Verhältnisse sofort ändern, sondern weil wir eine andere Perspektive einnehmen und uns vom göttlichen Licht erhellen und erwärmen, lassen, was uns neuen Mut und Hoffnung geben kann.
Bezirksvorsteher Dittus unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Einzigartigkeit der Begegnung am Morgen: mit der entsprechenden Perspektive betrachtet ein besonderes Glaubeserlebnis, und nicht einen seltenen Zufall! Anschließend leitete der Apostel zum Heiligen Abendmahl über. In einem sehr nachdenklich stimmenden Bericht über die Essensausgabe an Bedürftige hob er hervor, dass unsere Hilfe nicht nur in der puren Nahrungsversorgung benötigt wird, sondern auch im Hinsetzen, Mitessen, Zuhören, Dasein - selbst wenn es etwas Überwindung kosten sollte. So eine Tischgemeinschaft hat der Herr Jesus vorgelebt!
Das Sakrament der Heiligen Versiegelung wurde durch einen Liedbeitrag des Kinderchores eingeleitet: "Weil ich Jesu Schäflein bin". Den Gedanken, jederzeit sich unserem guten Hirten Jesus Christus anzuvertrauen, legte der Apostel nochmals in die Herzen aller. Nach Schlussgebet und Segen sowie einem kraftvollen Abschlussvortrag "Herr, Herr, wir danken dir" durch den Gemeindechor fanden noch viele schöne Gespräche vor dem Kirchengebäude statt bei Kaffee und strahlendem Sonnenschein.