(24.12.2025) Seit über zehn Jahren gehört die Heiligabend‑Andacht in Ditzingen fest zum Weihnachtsfest und wird von vielen Gemeindemitgliedern dankbar angenommen. Auch in diesem Jahr füllte eine gut besetzte Kirche den Raum mit festlicher Stimmung und bereitete einen würdigen Auftakt zum Weihnachtsfest.
Nach dem einleitenden „Tochter Zion“ begrüßte Bezirksvorsteher Thomas Dittus die Gemeinde und stellte die Frage, welches Geschenk man Jesus Christus eigentlich bringen könne. Anhand einer berührenden Geschichte zeigte er auf, dass wir gerade das Zerbrochene, Misslungene und Unaufrichtige unseres Lebens vor ihn bringen dürfen – im Vertrauen darauf, dass Christus es annimmt und verwandelt.
Ein Streicherensemble musizierte Werke von Alexandre Guilmant und Camille Saint‑Saëns, teils in Arrangements von Valentin Stockinger, der zugleich dirigierte, an Orgel und Klavier zu hören war und die musikalische Gesamtleitung innehatte.
Anja Jäger (Sopran) trug „Mariä Wiegenlied“ mit Orgelbegleitung vor. Christoph Schweizer (Bass) sang im Wechsel mit der Gemeinde „Wie soll ich dich empfangen“. Der Projektchor präsentierte „Der Herr bricht ein um Mitternacht“ von Hermann Suter (Leitung: Klaus Schweizer) sowie Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Dazwischen waren Lesungen aus dem Lukasevangelium (Jan Dürholz) zu hören.
Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war Jan Krockenbergers Vortrag des jüdischen Gebets „Kol Nidrei“ von Max Bruch auf dem Cello.
Zum feierlichen Abschluss erklang „Tollite Hostias“ (Camille Saint-Saëns), vorgetragen von allen Mitwirkenden. Nach dem Schlussgebet stimmten alle Anwesenden gemeinsam in „In dulci jubilo“ ein.
Mit viel Beifall, strahlenden Gesichtern und zahlreichen Dankesworten klang die Andacht aus und führte alle beschwingt in das Weihnachtsfest. (ms/Fotos: vh)