Nachdem der geplante Kerzen-Gottesdienst für die Jugend des Kirchenbezirkes Stuttgart/Leonberg wegen der verschärfen Corona-Sicherheitsmaßnahmen abgesagt werden musste, beraumte der Vorsteher der Kirchengemeinde Heimerdingen, Markus Bandtel, kurzerhand für Mittwoch 9. Dezember einen Kerzen-Gottesdienst für die Heimerdinger Jugend an.
Er lud dazu auch alle Gemeindemitglieder ein, welche dieses Novum gerne miterlebten.
Das ganze Kirchengebäude war festlich geschmückt und durch Kerzen erleuchtet. Jeder der wollte konnte auch eine Kerze mitbringen. Diese wurde dann am Altar aufgestellt. Unter diesen Kerzen war auch die Kerze, welche die Vorsitzende des Evangelischen Kirchengemeinderates beim Vorsteherwechsel am 4.11. dem neuen Vorsteher mit auf den Weg gab.
Priester Bandtel stellte den Gottesdienst unter das Wort aus Sprüche 21, den Versen 2 und 3:
„Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der Herr prüft die Herzen. Recht und Gerechtigkeit tun ist dem Herrn lieber als Opfer.“
Zu Beginn seiner Predigt ging Markus Bandtel darauf ein, dass die Kerzen, gleich wieviel sie gekostet haben, zwar äußerlich unterschiedlich anzusehen sind, sie aber alle das gleiche, warme Licht verbreiten. Darin lag die Botschaft, dass keiner aus der Gemeinde sein Licht unter den Scheffel stellen soll und alle vor Gott gleich sind. Er zeigte, dass es einen Lichtschalter gibt, jedoch keinen Dunkelschalter. Selbst das kleinste Licht hellt jede Dunkelheit auf. Dann zeigte er, dass nicht die Werke, sondern Glaube und Gesinnung Gerechtigkeit vor Gott schaffen. Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden noch die Priester Matthias Hille und Peter Wildermuth gebeten.
Mit der Feier des Heiligen Abendmahles, Schlussgebet und Segen endete dieser von einer besonderen Atmosphäre geprägte Gottesdienst und die Gemeinde verließ den Bestimmungen der Corona-Pandemie folgend das Gotteshaus. (PB)
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