(11.07.2021) Erstmals in der Gemeindegeschichte empfing ein Paar den Segen zum 65-jährigen Ehejubiläum. Da lag es nahe den Gottesdienst mit dem Gemeindegesang „Großer Gott wir loben dich“ zu beginnen. Als Predigtgrundlage dienste Lukas 10,33 : „Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn.“
Evangelist Harald Schwarz sagte, er finde diese Bibelwort, welches an diesem Sonntag in allen Gemeinden verwendet wird, sehr passend für das Ehepaar. Jesus erläutert in einem Gleichnis das Doppelgebot der Liebe. Zum Nächsten wurde der barmherzige Mensch. Ebenso ist heute Position und Auftrag unwichtig um „Nächster“ zu sein. „Nächstenliebe kann herausfordernd und unbequem sein. Zugewandtheit und ein Blick für den Nächsten sind die Grundlagen der Nächstenliebe“, führte Evangelist Schwarz aus. Außerdem mache es noch einen Unterschied ob die Nächstenliebe eine Grundeinstellung oder eine gelegentliche Tat des Menschen sei. Diese Grundeinstellung kennzeichne auch die Eheleute, ja es sei für sie selbstverständlich gewesen, sich einzuschränken um auch für andere sorgen zu können.
Im Doppelgebot der Liebe werde deutlich, es ist Jesu Wille, dass jeder auch gut für sich sorgt. Auch daran hätten die Eheleute gedacht, sich Urlaub gegönnt und viel Freude am Leben genossen.
„Spannend ist: Jesus gibt dieses Doppelgebot der Liebe als Antwort für die Frage nach dem Weg zum ewigen Leben und nicht nur als ethnischen Grundsatz“, so Harald Schwarz.
Zur Segensspendung sang der Chor „So nimm denn meine Hände“. Evangelist Schwarz gab dem Ehepaar ein Bibelwort Psalm 63,5: „So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben“ mit auf den Weg. Auch hier schlug er nochmals den Bogen zur Predigt: Hände aufheben bedeutet auch, aktiv sein, u. a. in der Nächstenliebe. Und er verwies noch darauf, dass Jesus selbst das Handeln am Nächsten als ein Handeln an ihm – Christus – bezeichnet hat (Matthäus 25, 34-40) welches einen ewigen Lohn nach sich zieht.
Mit vielen kontaktlosen, jedoch herzlichen Glück- und Segenswünschen endete dieser Sonntagmorgen. (MS)