(19.10.2025) An diesem Sonntagmorgen feierten die Gemeinden Gerlingen und Ditzingen zusammen mit Gästen des Silberhochzeitspaares Gottesdienst. Psalm 36, 8-10 diente als Predigtgrundlage: „Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“
In seiner Predigt ging Priester Thomas Seiffert (Gemeindevorsteher) zunächst auf die Güte Gottes ein: Sie sei stets größer als der Mensch sich dies vorstellen kann, zeige sich in der Natur, ja im gesamten Weltall und letztlich auch in allen Fähigkeiten, die der Mensch von Gott erhalten habe.
Jesus habe das Psalmwort offenbar sehr gut gekannt, denn er verwendete das Bild von der Henne, die ihre Küken versammelt und beschützt (Lukas 13) für Jerusalem. Damit meinte Jesus geistlichen Schutz. Das Psalmwort verlange keine Leistung als Voraussetzung für Gottes Güte. Mit den reichen Gütern sei die Beziehung zu Gott angesprochen und „satt sein“ stehe für die innere Zufriedenheit aus dem Vertrauen in Gott. Jesus habe auch darauf Bezug genommen und dies in „Selig sind die geistig arm sind…“ ausgedrückt und sich selbst als Licht und Leben bezeichnet. Daraus könne der Rückschluss gezogen werden: „Satt sein“ kommt aus dem Licht Jesu“.
Es folgte die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls.
Dann traten die Eheleute Schulz an den Altar. Thomas Seiffert blickte auf die 25 Jahre ihres gemeinsamen Lebens zurück und gab ihnen das Bibelwort Lukas 24,32 „Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?“ mit. In der dort geschilderten Begebenheit hatte Jesus den Emmausjüngern erklärt, was geschehen wird und ging dann mit ihnen, zeigte ihnen den Weg. Den Jüngern wurde damals nach Gebet und Abendmahl alles klar. „So möge der Segen für euch auch die nächsten 25 Jahre wirken“, fasste er zusammen.
Nach der Segnung musizierte eine Freundin der Familie noch ein Stück von J.S.Bach für Solovioline bevor dem Paar viele Glück- und Segenswünsche übermittelt wurden. (MS)