Ein Gottesdienst mit Goldener Hochzeit von Gerlinde und Werner Mann wurde am 10. November 2019 in Hemmingen gefeiert.
Der Predigt durch den Gemeindevorsteher Evangelist Reinhold Moll lag das Bibelwort aus Johannes 14,3.4 zugrunde: „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, dahin wisst ihr den Weg.“ Das Reich Gottes werde im Johannesevangelium mit einem Haus verglichen, so Evangelist Reinhold Moll. Im Reich Gottes gebe es Platz für alle. Um in dieses ewige Reich zu gelangen, sei es erforderlich, Jesus Christus nachzufolgen und diesen Weg im Glauben, in der Liebe, den Sakramenten und den Weg des Friedens zu gehen. Priester Peter Beyer, ein guter Freund des Goldhochzeitspaares und Vorsteher der Gemeinde Ditzingen-Heimerdingen wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. Er gab dem Hochzeitspaar den Rat, den Weg hin zum Partner nicht nur zur Hälfte, sondern zu 75% zu gehen. So käme es immer zur Begegnung und zu einem Konsens. Die Segenshandlung wurde durch eine von der Orgel musikalisch unterlegte Lesung aus Psalm 86, die in der durch den Gemeindechor vorgetragenen Vertonung dieses Psalms unter dem Titel „Herr sei mir gnädig“ (Musik: Gustav Fricke 1898-1982, bearbeitet von Hermann Ober 1926-2006) endete, eingeleitet. Die Worte aus Psalm 86, 11 „Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte“, lagen als Bibelwort dem Hochzeitsgottesdienst des goldenen Paares vor 50 Jahren zu Grunde. In seiner Ansprache vor dem Altar schaute Evangelist Moll zunächst auf die vergangenen fünfzig Ehejahre zurück und las einen Gruß von Bezirksältester i.R. Wilhelm Bender aus dem Bezirk Augsburg vor, der vor fünfundzwanzig Jahren den Segen zur Silberhochzeit spendete. Anschließend beleuchtete er die Gegenwart, bevor er in die Zukunft des Paares blickte. Für die kommende Zeit gab er dem goldenen Paar die Worte aus dem Propheten Jesaja 26, 3.4 mit auf den Weg: „Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich. Darum verlasst euch auf den Herrn immerdar; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich.“ Nach der Ansprache wurde der Segen zum Ehejubiläum im Namen des dreieinigen Gottes gespendet. Die Segenshandlung wurde durch das Lied „Welch ein hoher Tag der Gnade“ (Text: unbekannt, Musik: Robert Lowry 1826-1899), vorgetragen von einem Bariton-Duett mit Orgel, abgeschlossen. (MM)