Am Sonntag den 16.07.2023 feierte die Gemeinde Höfingen ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst und Gemeindefest,
Neben der Gemeinde waren auch viele ehemalige Gemeindemitglieder und Gäste eingeladen. Daher fand die Jubiläumsfeier in der festlich geschmückten Strohgäuhalle in Höfingen statt, um den mehr als 120 Teilnehmern Platz zu bieten.
Seinem Dienen legte Bischof Matthias Grauer das Textwort aus 1. Mose 28. 17 zugrunde: „Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.“ Zu Beginn seines Dienens ging Bischof Grauer auf das 100-jährige Jubiläum der Gemeinde ein. Wie Jakob damals von Gottes Gnade zu dieser heiligen Stätte geführt wurde, so wurden vor hundert Jahren die Männer und Frauen in Höfingen mit Gottes Gnade angeleitet, eine neuapostolische Gemeinde zu gründen. Und mit Gottes Gnade wuchs diese Gemeinde und blieb erhalten bis heute.
Bezugnehmend auf die Worte aus 1. Mose 28, 16 „Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht!“ erläuterte Bischof Grauer, dass Jakob, von dem dieser Bericht in der Heiligen Schrift handelt, auf der Flucht war. Abends legt er sich auf einem Stein zur Ruhe und durfte dann die Himmelsleiter im Traum sehen. Beim Erwachen wurde ihm bewusst, dass ihm Gott in seiner schwierigen Situation, auf der Flucht, erfüllt mit Angst und Sorge, ganz nahe gewesen ist. Diesen Gedanken bezog Bischof Grauer dann auch auf die Geschwister, die in der Gemeinde Höfigen in der Vergangenheit gewirkt haben und die heute Anwesenden. "Manchmal ist uns gar nicht bewusst, wie nahe Gott uns ist. Man macht sich viele Gedanken und hat Sorgen wie es in der persönlichen Situation, in der Gemeinde weitergehen kann. Dann tut uns Ruhe gut, um wieder die Nähe Gottes zu erleben", sagte der Bischof und führte weiter aus:
So habe es der HERR Jesus im Schiff auf dem See Genezareth gemacht. Er habe beim Sturm geschlafen, weil er sich in der Hand seines Himmlischen Vaters geborgen wusste, auch wenn die äußeren Umstände nach menschlichem Ermessen sehr bedrohlich waren.
In den weiteren Predigtbeträgen des Gemeindevorstehers und des Bezirksvorstehers wurde die aus der Nähe Gottes erwachsende Zukunftshoffnung unterstrichen. Christus hat zugesagt wiederzukommen zu seiner Gemeinde der Gläubigen. Evangelist Thomas Dittus fügte noch einen Impuls aus dem letzten Kindergottesdienst hinzu. Eines der Kinder sagte: „Gemeinsam sind wir stark!“ Das gilt auch für die heute versammelte Gemeinde auch in der Zukunft.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Gemeindechor und Orgelspiel. Die Lieder haben dabei die festliche Stimmung mit geschaffen und unterstützt.
Nach dem Gottesdienst gab es einen Stehempfang, bei dem sich etliche kleinere und größere Gesprächsgruppen bildeten. So konnten viele Gedanken ausgetauscht werden, alte Bekanntschaften aufgefrischt und neue geknüpft werden. Für das leibliche Wohl war durch ein Büfett zum Mittagessen und im weiteren Verlauf durch Kaffee, Gebäck und einen Eiswagen gesorgt. Währenddessen wurden viele weitere Gespräche geführt und die schöne Atmosphäre der Gemeinschaft in und um die Halle genossen.
Dankbar blicken wir auf den Festtag zurück. Dankbar für die spürbare Nähe Gottes und seinen Segen. Dankbar aber auch für all die fleißigen Helfer, die mit Ihrem Einsatz vor, während und nach dem Fest für den reibungslosen Ablauf und die schöne Atmosphäre z.B. auch durch den schönen Blumenschmuck, beigetragen haben.