(10.03.2024) Es ist ein schöner Brauch, nach einem Bezirksämterwochenende Gottesdienste mit Seelsorgern aus anderen Kirchenbezirken zu feiern. Bischof Jörg Vester aus Pforzheim kam deshalb an diesem Sonntag nach Leonberg.
Dazu waren ebenfalls die Gemeinden Höfingen, Gerlingen und Stuttgart-Weilimdorf einladen, deren Gemeindechöre einen gemeinsamen Chor für diese Gottesdienstgestaltung bildeten. Die Predigt über Jesaja 53,4 : „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.“ handelte von Jesu Leiden um des Glaubens Willen. Die Juden damaliger Zeit hätten Leiden bzw. Krankheit als Strafe Gottes, als Folge von Sünde verstanden, führte er aus. Dann sagte er, Jesus habe damals ein anderes Gottesbild gezeigt. Viele seiner Botschaften seien für die Juden hart gewesen und Jesus habe unter der mangelnden Akzeptanz, ja dem fehlenden Glauben in Jerusalem auch gelitten. Petrus habe wohl manche Rede Jesu auch nicht verstanden, jedoch habe er vertraut. So sei es auch heute eine Anforderung an Christen in der Nachfolge auf Jesus zu vertrauen und gelegentlich auch Nachteile in Kauf zu nehmen.
Hirte Gerd Haug bezeichnete in seinem Predigtbeitrag die Passionszeit als eine Zeit der Missverständnisse: Die Jünger hätten Jesus lieber weiter bei sich gehabt. Gott jedoch habe für allen Fortgang gesorgt und aus der Niederlage sei eine Weltreligion entstanden.
Evangelist Markus Pflüger betonte, Jesu sei den Leidensweg für die Menschen gegangen. Er möge deshalb im Leben der Menschen einen Platz einnehmen und als Maß und Vorbild gesehen werden. (MS/Fotos: JJ)