(04.02.2024) Die Predigt von Apostel Jürgen Loy am Sonntagmorgen beleuchtete die Bibelworte aus Apostelgeschichte 2, 39: Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.
Zunächst stellte er der Gemeinde eine, wie er sagte, Urszene des Glaubens vor Augen: Abraham erhielt die göttliche Verheißung zur Geburt eines Sohnes und unzähliger Nachkommen. Gott führte dabei Abraham aus seinem Zelt, forderte ihn auf, den Blick zum Himmel zu heben. Abraham tat, wie Gott ihm riet und es wurde ihm zur Gerechtigkeit. Gott lade auch heute ein, aus der Lebenssituation herauszutreten, sich von Gott an der Hand nehmen zu lassen und in Gottvertrauen auf die Möglichkeiten zu sehen, betonte der Apostel. Es sei hilfreich, das Gute was Gott gegeben habe, wie die Sterne zu zählen. Über Jahrtausende sei der Glaube weitergetragen worden. Jesus Christus selbst habe die Zusage erteilt „Ich bin bei euch alle Tage“ und den Auftrag „geht hin in alle Welt“. Deshalb sei ein Christ aufgefordert, diese Lebendigkeit im Glauben und der Liebe zu erhalten, im Reden und Sprechen einen Lobgesang Gottes zu leben und die Hand zu reichen zur Versöhnung. Linderung von geistlicher und natürlicher Not und Krankheit gehörten ebenso zu diesem Auftrag, unterstrich er. Im Matthäusevangelium sei die Verheißung von der Wiederkunft Jesu zu lesen. Jesus habe um die Zweifel gewusst, die den Menschen beim Glauben an diese Verheißung entstehen könnten und habe seine Zusage, immer da zu sein. diesen Zweifeln entgegengestellt.
Für fünf Kinder wurde im Gottesdienst das Sakrament der Heiligen Versiegelung gefeiert. Apostel Loy sagte in der Ansprache dazu, dass Jesus selbst Kinder nahe bei sich haben wollte, die Hände auflegte und sie segnete. Er führte aus, dass Erwachsene an Kindern vom Evangelium lernen können und ermunterte, nie zu vergessen, dass die Kinder einen Engel im Himmel haben.
Im weiteren Gottesdienstverlauf würdigte Bezirksvorsteher Thomas Dittus jeweils 46 Jahre treue und zuverlässige Mitarbeit zweier Priester in der Gemeinde Leonberg. Klaus Heizmann war einige Jahre in der Jugend- und Kinderarbeit tätig. Sein Tun war prägt von Empathie und Mitgefühl, sein fester Glaube sah auf das Wesentliche. Mit viel Verständnis begleitete er die Kranken seines Priesterbezirkes. Hilfsbereit und umsichtig half er auch bei technischen Fragen oder im organisatorischen Bereich mit. Sein Rat war gefragt.
Joachim Wössner, ebenfalls mit Unterbrechungen seit 1977 in Leonberg tätig, sang viele Jahre im Chor mit und brachte sich auch als Vizedirigent ein. Dabei hatte er viele Erlebnisse, die er gerne mit der Gemeinde teilte. Als Seelsorger wirkte er liebevoll. Seine Freude und sein Vertrauen zu Gott war auch in seiner Wortverkündigung spürbar.
Apostel Loy dankte beiden für ihren Glauben, für ihre aufopferungsvolle Arbeit für die Gemeinde und die Einheit mit dem Apostolat. Dann wünschte er ihnen eine spürbare Welle der Dankbarkeit aus der Gemeinde und entlastete sie von ihren Amtsaufgaben.
Anschließend wurde ein Diakon als Priester für die Gemeinde Leonberg ordiniert. Der Apostel ermutigte ihn, die frohe Botschaft des Evangeliums weiterzusagen, Sakramente zu spenden und sagte ihm zu, durch Heiligung und Segnung dürfe er ohne Sorge sein, denn Gott sei da. Dann gab er noch den Gedanken mit auf den Weg: „Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche“.
Zum Gottesdienst waren die Gemeinden Gerlingen, Höfingen und Stuttgart-Weilimdorf eingeladen. Ein gemischter Chor aus Sängerinnen und Sängern dieser Gemeinden gestaltete zusammen mit dem Organisten den Gottesdienst musikalisch. (MS/Fotos: JJ)