(27.05.2018) Völlig unabhängig von dem heutigen Ereignis in der Gemeinde Rutesheim stand der Gottesdienst unter dem Bibelwort aus 1. Johannes 5; 6-8 „Dieser ist´s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist´s der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.“
Der Vorsteher der Gemeinde, Evangelist Markus Pflüger, griff den Impuls aus dem einladenden Lied des Gemeindechores auf „Komm her, der Herr will unter uns sein“. „Gott ist da“, erklärte er, „zwar nicht als Person, aber als Heiliger Geist. Der Heilige Geist ist etwas, das wir verspüren und gehört zu der Dreieinigkeit Gottes – liebender Vater, Sohn und Heiliger Geist“.
Er erinnerte daran, dass auch Jesu getauft wurde. Dies geschah, weil er als wahrer Mensch auf der Erde war und den Menschen ein Vorbild geben wollte. Nachdem er getauft war, „tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. “Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3; 16+ 17). Dieses Näheverhältnis schafft Gott auch zu den Menschen, im ersten Schritt durch die Taufe, danach durch die Heilige Versiegelung. Durch die Taufhandlung erhält Lennon ebenfalls die Möglichkeit, sich im Glauben zu entfalten, und kein äußerer Einfluss kann ihm dies wieder nehmen.
Da ein Teil der Familie des Täuflings aus Südafrika stammt, wirkte der von dort zugezogene Priester Jason Grobler in englischer Sprache mit. Er berichtete, dass am Morgen noch ein frischer Hefezopf gebacken wurde. Um diesen entstehen zu lassen genügt es nicht, die Zutaten einzukaufen und nebeneinander liegen zu lassen. Sie müssen in einer gewissen Reihenfolge zusammengeführt und verarbeitet werden. So müssen auch in einem Menschenleben bestimmte Zutaten miteinander verbunden werden, um Großes zu schaffen. „Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist“ sagte er, „bilden das Fundament. Was wir darauf errichten, ist unsere Sache.“
Der Kinderchor mit musikalischer Begleitung leitete mit dem Lied „Die ersten Schritte, die du gehst, mein Kind, wird man begleiten“ zur Taufhandlung über. Evangelist Pflüger gab den Eltern ein Wort aus Jesaja 45; 22 mit auf den Weg: „ Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.“ Durch die Hinwendung zu Gott ist es möglich, dass die Erbsünde abgewaschen und die zu Gott bestehende Kluft überwunden werden kann. Er wiederholte, dass hierdurch eine untrennbare Verbindung zu Gott geschaffen wird.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet versammelte sich die Festgemeinde noch zu einem Stehempfang im Foyer mit köstlichen Leckereinen. (hg)