Am Samstag, 07.09.2019 feierten Tamara und Markus zusammen mit ihren Familien und Freunden in der Gemeinde ihre Hochzeit. Zum Einzug der Braut mit dem Brautvater erklang der „Kanon in D“ von Johann Pachelbel an der Orgel.
Als Grundlage für den Traugottesdienst diente ein Textwort aus Hohelied 8, Verse 6-7a: „Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine gewaltige Flamme. Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken.“
Evangelist Markus Pflüger beschrieb das Siegel als ein Bild des Festhaltens und des Vertrauens, um ganz nah beim anderen zu sein. Alles Denken und Handeln des Brautpaares solle völlig aufeinander ausgerichtet sein, so verbinde sie ihr Ja-Wort ganz fest miteinander. Er riet den beiden außerdem, immer leidenschaftlich um ihre Liebe zu kämpfen und sich auch von schweren Zeiten und Strömen an Sorgen nicht entmutigen zu lassen. Solche Lebensphasen ließen sich durch Treue im Glauben und herzliche Verbundenheit miteinander bewältigen.
In einem kurzen Predigtbeitrag erwähnte Priester Andreas Schmauderer, dass wir Menschen geboren seien, um zu lieben und geliebt zu werden. Sich dessen bewusst zu sein, mache frei und hebe das "Begrenzt-" durch Lieblosigkeit auf.
Vor der Spendung des Trausegens trug der Chor das Lied „Jesu, bleib in meinem Leben“ vor. In seiner Ansprache skizzierte Evangelist Pflüger, dass Braut und Bräutigam beim gegenseitigen Kennenlernen durchaus ein Risiko eingegangen wären, jedoch hätten beide die Chance genutzt und sich lieben gelernt. Ihre Liebe komme von Gott und gründe auf der Basis ihres Glaubens.
Die Segenshandlung klang anschließend mit dem „Präludium“ von Johann Sebastian Bach am Klavier aus. Nach Gebet und Segen setzten Chor und Gemeinde zum Auszug des Brautpaars im Wechselgesang den feierlichen Schlusspunkt mit „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer. ( A.Sch.)