04.10.2020 Eine Konfirmation während eines Erntedankgottesdienstes – ungewöhnlich wie vieles in diesen Corona-Zeiten, aber dennoch geprägt von Segen und Dankbarkeit. Diese Dankbarkeit zeigte sich auch in dem herrlich zu Erntedank geschmückten Altar, den auch Joels Name zierte.
Die Segensstunde stand unter dem Wort aus Hebräer 8 Vers 10 „Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“
Eingeleitet wurde die Predigt durch das mit dem Klavier vorgetragene Lied „Gut, dass wir einander haben“, eine Gewissheit, die den ganzen Gottesdienst prägte.
Der Vorsteher der Kirchengemeinde in Rutesheim, Evangelist Markus Pflüger, äußerte den Wunsch, dass sich in diesem Gottesdienst jeder fallen lassen kann, angenommen fühlt und herunterfahren kann. Da sei die Dankbarkeit für die irdischen Güter, aber besonders auch dafür, dass wir Gotteskinder sein dürfen und uns Gott nie verlässt. Er möchte mit uns in Gemeinschaft leben. Ihm sei nicht egal, wie es uns geht.
Wenn wir in Gemeinschaft mit Gott und Jesus leben wollen, sollte unser Ziel sein im Glauben zu leben, ja ein Leben zu führen, wie es Jesus uns vorgelebt hat. Und solch ein Leben dürfe auch Spaß machen und Freude bringen.
In seinem Mitwirken gestand Joels Konfirmandenlehrer, Priester Andreas Schmauderer, dass er ihm nicht versprechen könne, dass alles in seinem Leben rund laufe. Manchmal scheinen die Anderen sogar ein wesentlich besseres Leben zu führen. Aber Jesu habe die Macht, den Seinen die Tür zur nächsten Dimension zu öffnen und sie einen Blick in ihre Zukunft im Glauben erhaschen zu lassen.
Evangelist Pflüger verglich in seiner direkten Ansprache an Joel die Konfirmation mit dem Tag, an dem beim Fahrrad die Stützrädchen entfernt werden. Die ersten gefahrenen Meter seien noch sehr unsicher und würden oft von Vater oder Mutter begleitet. Doch dann werde das Kind immer sicherer und selbständiger. So gehe bei der Konfirmation auch die Verantwortung für den eigenen Glauben auf den Konfirmanden über. Die Eltern, auch die Gemeinde würden ihn weiter begleiten und unterstützende Tipps geben. Aber irgendwann würde der junge Christ alleine „fahren“ und die Gefahren selbst einschätzen können.
Bei seinem Konfirmationsgelübte standen Joel als Mitsprecher die bereits vor Jahren konfirmierten Lisa und Marco zur Seite und bekräftigten das Versprechen, das mit den Worten beginnt „Ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und übergebe mich dir …“. Diesem folgte der Segen zur Konfirmation.
Der Gottesdienst klang mit Joels Lieblingslied –pandemiebedingt leider nur instrumental - aus: „Singt ein Lied von Gott“ (Peter Strauch) (hg)