(30.07.2023) Zu Beginn seiner Predigt führte der Gemeindevorsteher Evangelist Markus Pflüger aus, dass das Bibelwort aus Lukas 15; 8, 9 gut zur Feier der Silbernen Hochzeit passe, die am Anschluss an den Gottesdienst stattfinden werde.
Grundlage für den heutigen Gottesdienst sei das Gleichnis vom verlorenen Groschen, in welchem eine Frau, die einen ihrer 10 Silbergroschen verloren habe, doch alles tun würde, um ihn wieder zu finden. Und wenn sie ihn dann gefunden habe, würde sie alle ihre Freundinnen und Nachbarinnen dazu aufrufen, sich mit ihr zu freuen. So ist auch die Silberhochzeit von Sabine und Olli ein Ausdruck der Freude darüber, dass sie einander gefunden haben, und alle Anwesenden sollen an dieser Freude teilhaben.
Der mitwirkende Priester Andreas Schmauderer bekannte, die beiden schon aus früheren Jahren aus den gemeinsamen Jugendchorsingstunden im Nachbarbezirk zu kennen. In den 30 Jahren ihres Zusammenseins hätten sie immer ein Gefühl für ein gutes Miteinander vermittelt und viel Freude in ihrer Umgebung versprüht.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Priester Roland Krebs das Jubiläumspaar zu sich vor den Altar. Er betonte, dass er nur der Übermittler des Segens zu ihrer Silbernen Hochzeit sei, denn der Segnende sei Gott selbst. Schon häufiger sei der Altar Gottes ein Segensort für beide gewesen: zur eigenen Taufe, Konfirmation, Trauung, der Taufe ihres Sohnes. Ebenso immer wieder ein Kraft- und ein Zufluchtsort. Man könne sich nun fragen, ob der Segen zur Hochzeit nicht mehr wirken würde und deshalb ein neuer Segen erforderlich wäre. Doch, betonte Priester Krebs, der Segen von damals wirke noch immer. In all den Jahren sei Gott ihnen in allen Problemen beigestanden. Und sie seien ihm treu geblieben, obwohl es so manchen Grund gegeben hätte, davon zu laufen. Der heutige Segen sei eine Bestätigung Gottes, dass er noch immer mit ihnen sei und seine Hilfe immer so, dass es auch zukünftig weitergehe.
Auch würde das Wort, das sie damals zu ihrer Trauung empfangen hätten, noch immer gelten - 1. Petrus 4; 10: „Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes“. Scherzend fügte Priester Krebs hinzu, dass das auch im Irdischen gelte: Betreffend Olli, dass er besser die Finger von den Finanzen lasse, und Sabine dafür ihre vom Elektrischen.
Nach der Segenshandlung und dem Abschluss des musikalisch umrahmten Gottesdienstes bestand die Möglichkeit, dem Jubelpaar die persönlichen Glückwünsche zu überbringen.
hg