(20.10.2024) Die Kirchengemeinde Malmsheim war heute Gast in der Gemeinde Rutesheim, um gemeinsam die Taufe der aus Malmsheim stammenden Brüder Oskar und Emil zu feiern.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Die Erneuerung des Menschen“. Das als Predigtgrundlage dienende Wort aus 2. Korinther 3, Teil aus Vers 18 „und wir werden verwandelt in sein Bild von der Herrlichkeit zur anderen von dem Herrn, der der Geist ist“ wäre, so Priester Andreas Schmauderer, erst der zweite Schritt in dieser Erneuerungsphase. Das Leben bestehe aus drei Stufen:
1. Stufe:
Das sei das irdische Leben, eine wunderbare Gabe Gottes, jedoch gezeichnet und versehrt durch die menschliche Sünde.
2. Stufe:
Darum bedürfe es der Erneuerung des Menschen in einer neuen Geburt, in der geistliches Leben empfangen und das Menschenkind mit seinem natürlichen Leben zu einem Gotteskind mit einem geistlichen Leben verwandelt würde.
3. Stufe:
Wer dies empfangen, festgehalten und ausgelebt habe, dürfe das ewige Leben in einer neuen Welt mit einem neuen Leib in ganz neuen Dimensionen erfahren. Gott habe alles getan, damit sich dieser göttliche Plan erfüllen kann. Nun läge es bei uns, die Beziehung zu ihm zu wagen und uns Jesu anzuvertrauen.
Diakonin Birgit Mienhardt, welche als Vorsonntagsschullehrerin eine besondere Beziehung zu den beiden Jungs hat, berichtete aus dem gestrigen Lehrkräftetag, dass jeder Taufe die Verse 13 bis 16 aus Markus 10 vorangestellt werden sollten, in denen es um die Segnung der Kinder gehen würde. Um es für die Kinder verständlicher zu machen, zitierte sie dieses Ereignis nochmals aus „Jesusgeschichten für kleine Leute“ von Martina Steinkühler. Damals empfanden es Jesu Jünger als Skandal, dass Jesu auch, hier sogar zuerst die Kinder und Frauen gesegnet habe. Schließlich begriffen sie jedoch, dass Jesu ihnen damit zeigen wollte, dass alle Menschen Gottes Kinder sind.
Nach dem Mitwirken von Priester Dieter Schilling aus Malmsheim bereiteten Sabine Loibl und Dieter Weiss mit ihrem gemeinsam vorgetragenen Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ den Weg zur Taufhandlung. Wie der Stein im Wasser Kreise zieht, kann auch Gottes Liebe in unserem Leben Kreise ziehen, wenn man sie annimmt. Bezug nehmend auf dieses Lied hatte Priester Schmauderer u. a. zwei Steine für die Täuflinge mitgebracht. Diese Steine sollen ein Symbol dafür sein, dass heute die Liebe Gottes in besonderer Weise in ihr Leben fällt. Der Priester wünschte ihnen, dass sie diese Liebe und die Nähe Gottes in ihrem Leben immer auf ganz besondere Weise erfahren dürfen.
Priester Schmauderer hatte im Vorfeld die Bedeutung der Vornamen der beiden Täuflinge recherchiert. Oskar würde als der Speer Gottes bezeichnet, als jemand der Gott beschützt und Gott auch bekennt. Emil ist der Eifrige, der Fleißige, der Nachahmende. Hierin sehe er auch einen Appell an die Eltern. Aus eigener Erfahrung als Vater wisse er, dass man sich den Mund fusselig reden könne, die Kinder jedoch das täten, was sie den Eltern abschauen würden. Er wünschte den Eltern das nötige Fingerspitzengefühl und Geschick für die Beiden immer ein Segen zu sein. Im Anschluss spendete er Oskar und Emil das Sakrament der Heiligen Taufe.
hg