(27.10.2024) Das von Orgel und Querflöte vorgetragene Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ läutete den heutigen Gottesdienst ein, in dessen Mittelpunkt einerseits die Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene am nächsten Sonntag als auch die Taufe der kleinen Emilia stand.
So wie ein kleiner Stein große Wellenbewegungen im Wasser auslösen könne, könne auch ein göttlicher Funke ganz viel Bewegung erzeugen, kommentierte der Dienstleiter Priester Roland Krebs.
Der Vers aus Matthäus 5,16 „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ diente heute als Predigtgrundlage. Priester Krebs stellte klar, dass das Gedenken an die Entschlafenen und die Taufe eines kleinen Kindes gar nicht so widersprüchlich seien wie es scheine, zumal nach unserer Glaubenserkenntnis auch Verstorbene das Sakrament der Taufe empfangen könnten. Auf dem Glas mit der Kerze neben ihm auf dem Altar stehe geschrieben: „Dieses Licht leuchtet für alle, die heute hier wären, wenn dieser Himmel nicht so weit weg wäre.“ Weil wir an sie denken würden, seien die Entschlafenen jedoch da, der Himmel auf die Erde geholt.
In seiner Taufansprache hieß Priester Krebs Emilia im Hause des Herrn herzlich willkommen. Es sei so viel Liebe mit im Spiel. Diese Liebe wirke sich in dem Kind schon heute aus. Sie sei ein kleines Wesen, das schon jetzt wild fremden Menschen freudig zuwinke. Ein Lichtblick über den sich der Himmel freue.
Die Taufe mit Wasser sei die erste grundlegende Zuwendung Gottes bei einem Kind. Noch wäre es Leitungswasser. Durch die Aussonderung werde es jedoch Taufwasser, das von allem Irdischen befreit wäre. Gott selbst habe das Wasser gegeben, um seinen Bund mit dem Kind zu bekräftigen. Nun sei es Aufgabe der Eltern, dem Kind Orientierung zu geben, wahrhaftig zu sein, auch im Glauben ein Vorbild zu sein. Es wäre wichtig, dem Kind zu gegebener Zeit Flügel zu geben, jedoch auch Wurzeln. Auch solle das Kind durch sie lernen, dass es mit Gott reden und sich jederzeit zu ihm flüchten könne.
Nach der Spendung der Heiligen Wassertaufe, der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet versammelte sich die Festgemeinde noch zu einem Stehempfang im Foyer. (hg)