Gemeinsamer Konfirmations-Gottesdienst für die Gemeinden Leonberg, Rutesheim und Weissach am 11. Mai 2025
„Und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“ aus Philipper 2,4 war die Predigtgrundlage für den Konfirmationsgottesdienst am 11. Mai 2025 in Leonberg. Der stellvertretende Bezirksvorsteher Evangelist Markus Pflüger begrüßte dazu herzlich die Konfirmandin Annalena und die Konfirmanden Lenox, Nevio und Felix aus den Heckengäu-Gemeinden Leonberg, Rutesheim und Weissach am Altar Gottes.
Gott, so Evangelist Pflüger, sei kein Phantom. Er sei real und begleite die Gläubigen durch Impulse aus dem Heiligen Geist. Es gäbe tausende Situationen im Leben, die uns nervös machen würden. Da sei es angeraten, den lieben Gott ins Gebet zu nehmen, mit ihm zu sprechen. Dadurch würden diese Situationen nicht plötzlich anders werden, aber es würde ruhiger in uns werden. Das Vertrauen auf Gott und die Entschlossenheit, Jesus Christus nachzufolgen, sei unser Lebenssinn.
In seinem Brief an die Philipper habe Apostel Paulus aufgezeigt, was es bedeutet, ein Leben in der Gemeinschaft mit Christus zu führen. Dazu gehöre auch für andere eine Hilfestellung zu sein, den anderen zu dienen, ihnen nicht im Wege zu stehen. Evangelist Pflüger wies aber auch darauf hin, dass wir nur begrenzte Kräfte hätten und deshalb auch auf uns selber achtgeben müssten. Schon im Flugverkehr würden die Passagiere darauf hingewiesen, sich im Notfall erst selbst die Sauerstoffmaske aufzusetzen und erst dann den anderen zu helfen.
Unser diesjähriges Jahresmotto sei „Es ist Zeit, Gutes zu tun“. Und was befähige uns dazu? Die Liebe. Schon Jesu habe dazu aufgefordert: „Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch.“ (Lukas 6,31) Evangelist Pflüger ermunterte dazu, offen zu bleiben, mit den Menschen zu sprechen, die „Vergebenskraft“ zu nutzen, also anderen zu vergeben, weil es auch für uns super sei, wenn uns vergeben wird.
Der Konfirmandenlehrer Priester Florian Pfisterer aus Leonberg erklärte, dass Leben Entwicklung und Veränderung bedeute, was sich in der Jugend noch deutlicher zeige. Einer sei jedoch immer dabei, nämlich Gott, der sich nicht verändere. Der Impuls, nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere zu denken, sei wichtig. Die Kraft dazu käme aus dem Heiligen Abendmahl. Gott wolle, dass sich das Gute, das er hineinlegt, auswirke, und dass wir ihn überall mit hinnehmen.
Priester Holger West, der die Konfirmanden im letzten Jahr ebenfalls begleitete, sagte, dass der Konfirmandenunterricht jetzt zwar beendet sei, dies jedoch nicht heißen würde, dass wir jetzt aufhören zu lernen. Auch wies er darauf hin, dass Egoismus schlecht sei, Selbstaufgabe aber auch. Sich selbst Gutes zu tun aus göttlicher Sicht wäre, sich Auszeit aus dem Alltag zu nehmen. Auch einmal den Fernseher und das Handy auszuschalten und sich stattdessen mit Gott zu beschäftigen. Der Kraft der Liebe zu folgen und anderen Gutes zu tun. Einen Gegenpol zum Extremismus zu bilden. In Frieden aufeinander zuzugehen und Brücken zu bauen. Die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.
Die Konfirmationshandlung wurde mit dem Lied „Herr, wir bitten: Komm und segne uns“ von Peter Strauch eingeleitet. In seiner direkten Ansprache verdeutlichte Evangelist Pflüger der Konfirmandin, den Konfirmanden, dass sie jetzt die Verantwortung für ihren Glauben übernehmen würden, aber keine Angst haben müssten. Durch den Segen erhielten sie auch die Befähigung, sich um ihren Glauben kümmern zu können. Dem Gelübde und einem Gebet folgte der Konfirmationssegen.
Für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes sorgten neben der Orgel der gemischte Chor, sowie Klavier und Schlagzeug.
(hg)