(05.10.2025) Freudige Gesichter auch am Sonntagmorgen in der Bühlhalle in Rutesheim. Aus den 13 Gemeinden des Kirchenbezirks versammeln sich rund 500 Gottesdienstteilnehmer aller Altersgruppen. Ein Celloensemble stimmt auf den Gottesdienst ein. Dann werden Fotos vom Vortag gezeigt Die Kinder (unterstützt von einigen Erwachsenen) ziehen ein mit dem Lied „Hast du heute schon danke gesagt“ (Margret Birkenfeld) ein und führen eine kleine Szene vor. Dann beginnt der Gottesdienst. Unter den Zuhörern sind auch Tom Bredow (Haus der Diakonie Leonberg, Bezirksgeschäftsführung Leonberg) und der erste Beigeordnete der Stadt Rutesheim, Herr Martin Killinger.
Die Predigtgrundlage steht in Kolosser 3, 17: Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Evangelist Thomas Dittus (Leiter des Kirchenbezirks) wirft die Frage auf, ob man denn Dankbarkeit lernen könne? Er gab ein Rezept in Form des Predigttextes aus der „Hoffnung für alle – Bibel“: „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.“ Maßgeblich sei also die Verbindung zu Jesus. Dann sei es möglich, Dankbarkeit zu nähren. Aus der Begeisterung jedes Einzelnen könne dann das Motto des Bezirksfestes „Gemeinsam Neues schaffen“ umgesetzt werden. Jeder könne eine Kettenreaktion auslösen mit einer guten Idee und mit der Kraft des Heiligen Geistes die Zukunft gestalten.
Aus Rutesheim wurde Diakonin Birgit Mienhardt um einen Predigtbeitrag gebeten. Sie stellte die Frage, ob höher – schneller- weiter das Maß für Segen sei und gab die Antwort: Segen ist, wenn es reicht. „Manchmal sät der Mensch und sieht keine Ernte, empfindet sein Tun als nutzlos“, sagte sie. Dazu zitierte sie Prediger 11,4: „Wer auf den Wind achtet, der sät nicht, und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.“ und gab den Gedanken mit, ein jeder könne an seinem Platz etwas tun.
Priester Michael Maurer (Gemeindevorsteher Stuttgart-Süd) wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass eine institutionalisierte Dankbarkeit im Bibeltext nicht gemeint sei, sondern ein inneres Strahlen. Er stelle auf seinen vielen Geschäftsreisen fest: Je weniger Menschen haben desto öfter erfahre er Dankbarkeit. Er frage sich, warum es in unserer Gesellschaft anders sei? Ärger und Wut bräuchten auch Raum und sollten nicht unter einen Teppich von Dankbarkeit gekehrt werden. Jedoch sei es sehr empfehlenswert auf die eigene Dankbarkeit zu achten.
Zuletzt war noch Evangelist Markus Pflüger (stellv. Leiter des Kirchenbezirks) um Wortverkündigung gebeten: „Dankbarkeit ist ein Beziehungsthema“, sagte er und damit bestimme das Level der Dankbarkeit die Festigkeit der Beziehung zu Gott.
Die Gemeinde feierte dann zusammen Heiliges Abendmahl. Nach Schlussgebet und Segen sang der Bezirkschor unter der Leitung von Melanie Schlerf zum Abschluss „Möge die Sonne dir scheinen“ (M.E.Moore jr./C.Borkowski)
Danach dankte Markus Pflüger insbesondere der Stadt Rutesheim sehr herzlich für die kostenlose Nutzung der Hallen und des Jugendhauses am Wochenende. Dafür gab es langanhaltenden Beifall der Anwesenden. Ebenso dankte er für alle Geldspenden für diese Veranstaltung, deren Überschuss geteilt der Sozialstiftung Leonberg und der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenbezirk zu Gute kommen wird.
Aufrichtig dankte er für die vielen Sachspenden in Form haltbarer Lebens- und Drogerieartikel, die in der Halle aufgebaut waren und Herrn Bredow für die Leonberger Tafel überreicht wurden.
Herr Killinger hatte dann das Wort und überbrachte Grüße der Stadt. Er freute sich über den schönen Anlass und die gelungene Veranstaltung in der Stadt Rutesheim. Der Zusammenhalt sei beeindruckend, sagte er und schloss mit einem Dank an alle für ihren Einsatz für die Gemeinschaft.
"Laudato si" erklang zum Abschluss aus allen Kehlen und damit gingen beeindruckende Tage zu Ende. Viel Freude und Energie wurde geteilt und wird nachklingen.
Allen Helfern und Unterstützern sei von dieser Stelle aus für dieses herausragende Fest nochmals herzlichst gedankt. (MS/Fotos: Sandy Dinkelacker)