(19.07.2026) Ein Höhepunkt des heutigen Gottesdienstes, den der stellvertretende Bezirksvorsteher Evangelist Markus Pflüger an diesem Sonntag in Rutesheim durchführte, war die Taufe von Nele Dülsen.
Er stellte klar, dass der Taufsegen nicht von ihm, sondern allein von Gott käme und damit Ausdruck der puren Liebe Gottes sei. Die Taufe sei neben der Versiegelung (Geistestaufe) und dem Heiligen Abendmahl zum Heil notwendig. Durch sie werde die Erbsünde abgewaschen und der Täufling in die Gemeinde aufgenommen.
Das Kind öffentlich taufen lassen, sei auch Öffentlichkeitsarbeit, da sich die Familie dazu bekenne, in der Nachfolge Jesu stehen und wie er Friede und Vergebung üben zu wollen.
Vor dem Mitwirken des Gemeindevorstehers, Priester Andreas Schmauderer, sangen Gemeinde und Chor gemeinsam das Lied „Hast du heute schon Danke gesagt für soviel schöne Sachen?“ (Margret Birkenfeld), das sich Neles Schwester Lena zum Tauffest gewünscht hatte. Zu Lena gewandt sagte der Vorsteher, dass nicht jeder Grund habe, Danke zu sagen. Manche Lebensumstände, wie zum Beispiel ein Wassereinbruch im Keller, erschwerten das Danken mitunter. Aber auch in solchen Situationen sei Dankbarkeit ein Hilfsinstrument. Gott gegenüber ein "Danke" im Herzen zu haben, helfe, die Perspektive zu ändern und ihm zu vertrauen, egal was im Leben passiere.
Mitunter würden wir Menschen Gott gegenüber reagieren wie die zwei Weinbergschnecken, die mitten auf einer vielbefahrenen Straße unterwegs waren. Ein Retter sah sie und trug sie zu ihrem Schutz auf die andere Straßenseite. Statt ihm dankbar zu sein, regten sie sich fürchterlich über seine Einmischung auf.
Nach der Taufhandlung, der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet war die Festgemeinde noch zu einem Stehempfang im Foyer eingeladen.
(hg)