(02.10.19) Es war ein Gottesdienst am Mittwochabend wie so oft und doch einzigartig: Bezirksältester Wolfgang Oehler war nach Stuttgart-Weilimdorf gekommen um noch einmal, kurz vor Abschluss seiner langjährigen Tätigkeit im Kirchenbezirk, Gottesdienst zu halten.
„Kommt stimmet alle jubelnd ein, Gott hat uns lieb“ (NGB 68) erklang der Gemeindegesang zum Gottesdienstbeginn.
„Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.“ aus 1. Korinther 13 diente als Grundlage zur Predigt. Wolfgang Oehler zeigte, dass mit Verstand/Kopf und Herz/Gefühle stets zwei Pole das Handeln des einzelnen Menschen beeinflussen und sagte. „Entdeckt der Verstand auch einmal Widersprüche im biblischen Text, so erleben wir mit einem gläubigen Herz unseren Glauben. Wir sind wieder sicher, es ist Gottes Werk!“
Er ging auf die Verschiedenheit der Menschen ein: manche progressiv, manche traditionell. „Paulus sagt uns, es braucht zum gelingenden Glauben, aber auch zum glücklichen Miteinander vor allem die Liebe. Liebe, die teilt und Liebe, die den anderen so respektiert, wie er ist“, so Bezirksältester Oehler.
Er zeigte, wie schon in der Natur ein Sonnenstrahl das Grau in Farbe verwandelt und Kälte vertreibt. Ein Bild für die Wirkung von Liebe. „Liebe, die Gott uns schenkte, soll unser Wesen bestimmen. Wir wollen sie bis zum Tag der Wiederkunft Jesu in uns bewegen“, schloss er.
Dem Chor der Gemeinde gelang mit einigen Liedern über die Liebe eine schöne Gestaltung dieses Gottesdienstes. (MS)
Fotos: RB