(03.09.2023) Das Bibelwort zum Gottesdienst aus Apostelgeschichte 16,14 beschäftigt sich mit der Zeit, als Paulus erstmals nach Mazedonien, also Europa; reist. Lydia wurde die erste Christin.
Als Pupurhändlerin war sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Sie war gottesfürchtig und achtsam. Gott tat ihr das Herz auf und sie achtete auf die Botschaft von Paulus. Apostel Jürgen Loy betonte, dass Gott durch die Wirksamkeit des Heiligen Geistes das Herz auftut. „Gott ist da, er ist unbegreiflich nah“ bestärkte er in seiner Predigt. Die geistige Achtsamkeit des Gläubigen heutzutage zeige sich an Punkten wie: das Hinterfragen der eigenen Gebete auch mit Blick auf das vorhandene Gottesbild, das Hören in der Stille, die eingesetzte Zeit für Gott. Lydia lädt ein und wünscht sich, dass Paulus bleibt. „Sie zeigt tiefes Christsein, das war der wahre Purpur“, fasste der Apostel zusammen.
Evangelist Markus Pflüger bezeichnete in seiner Predigt das Gebet als eine Achtsamkeitsübung gegen „Verspannungen im Glauben“. Er riet, auf sich selbst zu achten und Gott in der Stille wirken zu lassen.
Drei Kinder und ein Erwachsener aus Hemmingen, Schwieberdingen und Ditzingen empfingen das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Apostel Loy bezeichnete die Handlung als einen Ruf in die Gotteskindschaft und sagte „Sie haben einen Engel im Himmel, der sie begleitet“. Er gab den Eltern den Gedanken mit, dass in den ersten Gebeten der Kinder das ursprüngliche Evangelium und Wirken des Heiligen Geistes sichtbar werde und riet, dem Heiligen Geist Raum zu schenken.
Nach der Abendmahlsfeier erhielten die Eheleute Decker aus Ditzingen den Segen zur Silberhochzeit. „Gott dir sei Dank für meines Lebens Zeit“ (R.V. Williams) sang ein Sängerensemble auf Wunsch der Eheleute einleitend. Seine Ansprache eröffnete Apostel Loy mit dem Psalmwort „Dies ist der Tag den der Herr macht“. Er nutzte den Anlass, um Peter Decker und seiner Ehefrau Manuela für den Einsatz als Vorsteher herzlich zu danken. Das Trauwort der beiden aus Mose: „Der Herr segne und behüte dich…“ habe sich erfüllt, die Liebe zueinander behütet und es ermöglicht, Liebe auch im Umfeld auszuteilen. Gott hebe auch weiter sein Angesicht über sie. „Gott sieht uns und kennt jeden Menschen“ sagte der Apostel und spendete dem Ehepaar den Segen.
Mit „Ich glaube fest“ (Jürgen Gerisch) setzte der Chor einen musikalischen Schlusspunkt. (MS)