(08.10.23) Unter diesem Motto feierten wir am vergangenen Sonntag das siebzigjährige Bestehen unserer Kirchengemeinde in Hemmingen. Zusammen mit Bürgermeister Schäfer, Altbürgermeister Nafz und seiner Gattin, Vertretern der Evangelischen und Katholischen Kirche sowie der Aufwind-Gemeinde und des Deutschen Roten Kreuzes feierten wir zunächst Gottesdienst.
Evangelist Markus Pflüger erwähnte in seiner Predigt, welche Sicherheit eine Gemeinde für ihre Mitglieder ist, welchen Halt sie gibt. Wichtig sei dabei jedoch, dass die Verbindung nicht verloren gehe, wie ein Anker eben nur hilfreich sei, wenn er über die massive Kette mit dem Boot verbunden bleibe. Über ein Gebet bleibe der Gläubige immer in Verbindung mit Gott. Dabei spiele die Form und die Länge keine Rolle, wichtig sei allein die Hinwendung zu Gott. Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls endete der Gottesdienst mit dem Vortrag des Chores „In dieser Zeit brauchst du den Heiland, den Ankergrund in dieser Welt, und sei gewiss, dein Anker hält im Fels, in Jesus Christ“.
Danach leitete der Vorsteher unserer Gemeinde, Tobias Riedel, zum weiteren Programm über. Er stellte dabei zunächst in den Vordergrund, dass aus dem Recht als Christen auch Pflichten erwachsen. Er zählte dazu in erster Linie, das Evangelium weiterzutragen und Bedürftigen im Sinne Jesu zu helfen. In seinem Grußwort beglückwünschte Bürgermeister Thomas Schäfer die Gemeinde für 70 Jahre Einsatz im Auftrag Jesu und erwähnte, wie auch die Neuapostolische Kirchengemeinde die Vielfalt im Ort bereichere. In den Grußworten von Monika Wilhelm für die Aufwind-Gemeinde, Karla Schiller und Anja Pfeiffer für die Evangelische Kirche sowie Ingrid Steinbach für die Katholische Kirche klang unisono heraus, wie schön sich die Ökumene in Hemmingen in den vergangenen Jahren und vor allem in der Zeit seit dem Ukraine-Krieg und dem seitdem ununterbrochen stattfindenden Friedensgebet entwickelt habe. Es sei schön, wie sich die verschiedenen Konfessionen ergänzten, wie sie das Wort vom Kreuz und das Licht göttlicher Wahrheit verbreiteten und aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit für allen Gläubigen ein Angebot machen könnten. I
Im Anschluss an die Grußworte ging es zum gemütlichen Teil über. Nach Sektempfang und Mittagessen, währenddessen viele schöne Gespräche zwischen Hemmingern und ehemaligen Hemmingern geführt wurden, folgte ein mit Videos voller Freude illustrierter Vortrag über das karitative Engagement der Neuapostolischen Kirche in Westafrika mit Brunnen- und Schulbau sowie der Vergabe von Stipendien für angehende Hebammen und Lehrende. In zwei Workshops unterhielten sich anschließend die Teilnehmer darüber, wie praktizierte Nächstenliebe aussehen kann und was die Gläubigen von einem Gottesdienst erwarten. Nach Kaffee und Kuchen gab es noch ein interaktives Quiz, bei dem die Antworten per Handy gegeben wurden. Der Tag klang danach mit der Erkenntnis aus: Unsere Gemeinde ist zwar 70 Jahre alt, aber wir sind auf der Höhe der Zeit!