„Jesus, der Weg: Mit ihm kann ich das Unmögliche schaffen." - Am 7. April 2024, unter dem Motto „Jesus, der Weg", feierten drei junge Christen aus Stuttgart Weilimdorf, Paula, Carina und Ilian, ihre Konfirmation. Ein besonderer Moment, der von Familien, Freunden und der Gemeinde geteilt wurde, voller Freude und Inspiration.
Der Gottesdienst begann mit einer berührenden musikalischen Einleitung durch Luis Feller am Klavier, der „Laudato Si" spielte, als die Konfirmanden in das Kirchenschiff einliefen.
Im Anschluss stimmte die Gemeinde gemeinsam das Lied Nr. 315, „Bewahr auf Deinen Wegen mich, Herr mit starker Hand", an, gefolgt vom Chor, der „Jesus bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund" aus Mappe 307 vortrug. Eine musikalische Umrahmung, die die Gemeinde auf die Feier der heiligen Konfirmation einstimmte.
Evangelist Markus Pflüger leitete seine Predigt ein, indem er Jesus als einen Freund beschrieb, der uns im Alltag begleitet, uns Zuversicht gibt und Entscheidungshilfen bietet.
Der Evangelist gab Hinweise, was es heißen könne, auf dem Weg Jesu zu gehen und verdeutlichte dies anhand von zwei Schlüsselbeispielen: die Bereitschaft zu vergeben und die Wichtigkeit, aufmerksam für die Bedürfnisse anderer zu sein.
„Mit Jesus nicht als blinden Passagier, sondern als Kapitän unseres Lebensschiffs, sind wir auf dem besten Kurs", so Pflüger. Er verwies auf die fortwährende Unterstützung und Führung, die Gott uns im Gottesdienst und im Gebet anbietet. Ein Kernzitat aus seiner Predigt war: „Euer Herz erschrecke nicht, egal was da kommt.
Glaubt an mich und an Gott. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Leben bedeute auch Lebendigkeit und Freude. Gott möchte, dass wir Freude in uns tragen und glücklich sind, so Pflüger.
Als biblische Grundlage für den Konfirmationsgottesedienst dienen die Worte aus dem Johannesevangelium 14, Vers 6 : „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Pflüger verdeutlichte, dass Gott uns auf unserem Glaubensweg begleiten möchte und Hinweise und Hilfestellungen bei Entscheidungen gibt. Hilfestellungen können wir wie eingangs schon genannt, im Gottesdienst und im Gebet erhalten. Aber auch in unserem Nächsten könne sich so ein Helfer offenbaren.
Der Evangelist stellte die Frage, wohin der Weg führe. Die Antwort laute: „Der Weg führt zum himmlischen Vater und das Ziel ist die ewige Gemeinschaft mit Gott."
Dies unterstrich Pflüger mit dem Zitat: „Jesus sprach: Ich bin der Weg zum Vater, zur Wahrheit und zum Leben.“ Mit „Ich“ sei Jesus gemeint, der uns immer wieder Hinweise schenkt, wo es hingeht, führte er weiter aus. Gerade Jugendliche seien im Leben oft vor wichtige Entscheidungen gestellt, die sie treffen müssten. Hierbei solle Jesus integrierbarer Bestandteil ihres Lebens werden.
Abschließend rät der Evangelist: „Frage ihn um Rat, lass für dich beten, lass die Gemeinschaft für dich da sein und sei du für die Gemeinschaft da." Als Parameter, ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, gab er den Rat: „Wenn Du bemerkst, dass es in dir ganz ruhig wird, dann weißt Du, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast und dass Jesus die Entscheidung mitträgt."
Priester Peter Berger sprach über das Thema Freundschaft und erinnerte daran, wie die Eltern die Konfirmanden zur Taufe zum Altar trugen, ein Symbol der angebotenen Freundschaft Gottes. Heute, so Berger, biete die Konfirmation die Möglichkeit, diese Freundschaft bewusst zu erwidern. „Die Freundschaft zu Jesus ist eine ständige Begleitung, in guten wie in schlechten Zeiten", betonte er.
Evangelist Stefan Rauser erinnerte im heutigen Konfirmationsgottesdienst die Gemeinde daran, dass der Gottesdienst in einer Sprache gehalten wird, die alle verstehen und dass
die Freundschaft mit Gott ein besonderer Schatz ist, der uns offenbart, dass das Leben mehr als nur den eigenen Weg zu gehen bedeutet. „Es ist kein entweder oder, es ist ein 'Mehr'! Da ist unheimlich viel drin! Es ist ein 'Mehr', das uns erwartet, wenn wir uns auf die Freundschaft mit Gott einlassen", so Rauser.
Impuls zum Mitnehmen
Die Segenshandlung für die Konfirmanden war der Höhepunkt des Gottesdienstes, gefolgt von herzlichen Glückwünschen. Evangelist Pflüger fasste den Tag zusammen:
„Nehmt diesen Impuls mit: Die Grundlage unseres Lebens ist der Glaube an Jesus Christus. Ohne diesen Glauben ist alles nichts."
Zum Abschluss wurde ein Brief des Stammapostels Jean Luc Schneider von Priester Uwe Trück vorgelesen, der betonte, dass ein Leben mit Jesus auch bedeutet, sich aktiv mit ihm auseinanderzusetzen, seinen Lehren zu folgen und am Segen Gottes festzuhalten. Daran sollen sich die Konfirmanden stets zurückerinnern.
Konfirmanden musizieren
Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst vom Gemeindechor und durch Valentin Stockinger am Klavier und an der Orgel. Die Gemeinde sang die Lieder 287 und 363 aus dem Gesangbuch, bevor die Jugendgruppe zusammen mit den Konfirmanden den Gottesdienst mit dem Lied „With you I can" beschloss - ein wunderschöner und bewegender Abschluss eines besonderen Tages. (Von Melanie Schwarz)