(07.04.2024) Seit Wochen war die Vorfreude bei Kiara, Henri und Jan-Philipp groß. Und nun krönte an diesem Sonntag ein perfekter Frühlingstag das Fest der Konfirmation! Umgeben von ihren Familien, Freunden und Bekannten sowie der versammelten Kirchengemeinde feierten sie einen besonderen Tag.
Evangelist Harald Schwarz legte dem Konfirmationsgottesdienst die Worte Jesu aus Johannes 14, 6a zugrunde: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Er verwies zu Beginn der Predigt auf das Konfirmationsgelübde, das die drei Konfirmanden bald sprechen würden: „Ich entsage dem Teufel…“ Die Ursprünge des Textes seien in einer Taufliturgie, vermutlich aus dem dritten Jahrhundert nach Christus, zu suchen. Keine „moderne Alltagssprache“, jedoch das Lied des Chores am Beginn des Gottesdienstes, worin Jesus als Weggefährte und bester Freund bezeichnet wird, helfe bei der Umsetzung im Alltag.
„Ich bin der Weg“, so das Bibelwort. Gott habe, so Harald Schwarz, allen Menschen Verstand und den freien Willen gegeben. Man könne immer jemand nach dem Weg fragen, manchmal sogar jemanden, der den Weg kennt, vorausgehen lassen. Und es sei oft angebracht, als Christen auf falschen Wegen „Stopp!“ zu sagen. Den Weg gehen müsse man aber selbst. „Macht was draus“, so der Gemeindevorsteher.
„Ich bin die Wahrheit“, lautet die Fortsetzung im Bibelwort. Harald Schwarz erläuterte, dass unsere modernen Zeiten die Wahrheitsfindung nicht unbedingt leichter machen. Wahrheiten könnten sich auch ändern! „Gute Freunde sagen uns die Wahrheit“, so der Evangelist. Und es bleibe eine grundlegende Wahrheit, wenn Jesus uns sagt: „Gott liebt dich!“
„Ich bin das Leben.“, schließt das Bibelwort. Harald Schwarz beschreibt die Vielfalt des Lebens, das den Konfirmanden heute angeboten wird. Hobbys, sportliche Betätigungen in vielen Facetten, Langeweile käme da bestimmt nicht auf. Jesus wolle sich nicht in den engen Zeitplan „hineindrängen“, sondern er habe einen anderen Stellenwert verdient: leben als Jünger Jesu, im Dienst für Gott und den Nächsten zu stehen, gebe dem Leben einen tiefen Sinn.
Nach dem gemeinsamen Gebet des Unser Vater und der Sündenvergebung wurden die drei Konfirmanden an den Alter gebeten, um das Konfirmationsgelübde abzulegen und den Segen zu empfangen. Das Lied des Gemeindechores „“Auf meinen Gott nur will ich schauen“ (Arno Semrau/Armin Metschies) setzte den Schlusspunkt, eine anschließender Sektempfang mit kleinem Imbiss rundete den schönen Tag ab. (KS)