(16.02.205) Seit 1953 wurden in der Kirche Stuttgart-Feuerbach Gottesdienste und Feste gefeiert. Zum letzten Gottesdienst waren ehemalige Gemeindemitglieder und die Gemeinde Stuttgart-Weilimdorf eingeladen.
Bischof Mathias Grauer ging zunächst auf die Situation der Zusammenlegung der beiden Gemeinden ein und sagte, es gäbe keinen Grund, warum schöne Erfahrungen mit Gott nun aufhören sollten. Die Gegenwart Gottes sei unabhängig von einem Raum, den der Mensch als Heimat erlebe. Trotzdem verursache die Komplexität von Entwicklungen bei den Menschen oft Unsicherheit. Mit Blick auf das verlesene Bibelwort aus Matthäus 22, 37-40 – das Doppelgebot der Liebe –zeigte er auf: „Alles Große ist einfacher Natur. Jesus Christus gibt im Bibelwort ein einfaches Rezept“. In der Gemeinde sei es ein Reichtum, gelebte Liebe zu erleben. Man könne sich zwar den Nächsten nach eigenen Kriterien aussuchen, allerdings zeige durchaus auch Gott gelegentlich, wer unser Nächster sei. Dann trete man mit diesem Nächsten in ein Verhältnis, welches vom eigenen Verhältnis zu Gott geprägt sei.
Priester Achim Wolf verlas dann eine Kurzchronik der Gemeinde (zum Nachlesen s.unten) und stellte den Neuanfang unter das Motto „FeuerimDorf“. In seinem Predigtbeitrag sprach er von durchaus gemischten Gefühlen an diesem Tag. Jedoch stelle er sich die Frage, was Gott wirken solle, wenn die Haltung des Gläubigen zu Gott nicht stimmen würde. Er freue sich mit der Gemeinde auf eine Zukunft in der großen, offenen Gemeinde. Er wünschte den Gläubigen, sich für neues Erleben mit Gott zu öffnen.
Diakon Gerd Grimmeisen, ein echter „Feuerbächer“ trat in diesem Gottesdienst in den Ruhestand. 18 Jahre hatte er als Seelsorger gedient, war Sonntagsschullehrer, Organisator einer „schnellen Eingreiftruppe“ in der Gemeinde und technischer Helfer am Kirchengebäude. Für sein offenes Ohr, die Zuverlässigkeit und herzliche Seelsorge in der Gemeinde dankten ihm Bezirksältester Michael Dinkelacker und Bischof Grauer aufrichtig.
Priester Achim Wolf wurde dann von seiner Aufgabe als Vorsteher entbunden. Er habe die Lösung für das Zusammengehen der Gemeinden erarbeitet, 18 Jahre die Gemeinde engagiert geleitet. Dabei habe er alles mit Gott begonnen. Dafür dankte der Bischof herzlich und fügte hinzu: Achim Wolf begleite nun, obwohl schon im Pensionsalter, den Prozess noch weiterhin als aktiver Priester in der neuen Gemeinde.
Im Schlussgebet entwidmete der Bischof die Kirche. Das dreifach gesungene Amen und ein Chorlied setzten den Schlusspunkt. Anschließend wurde noch Erinnerungsfoto von allen „Feuerbächern“ gemacht.
Am Sonntag 23.02.2025 wird Evangelist Thomas Dittus (Leiter des Kirchenbezirks Stuttgart/Leonberg) im Gottesdienst um 9.30h in Weilimdorf alle bisherigen und neuen Gemeindemitglieder willkommen heißen. (MS)