Am Mittwochabend versammelten sich die Gemeinden Stuttgart-Süd, Weilimdorf und Heslach zu einem besonderen Gottesdienst mit Apostel Jürgen Loy. Grundlage des Gottesdienstes bildete das Bibelwort aus 1. Könige 19,7: „Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Der Gottesdienst wurde feierlich vom Chor und Orchester eröffnet. Auf das Musikstück „Ich bete an die Macht der Liebe“ nahm Apostel Jürgen Loy gleich zu Beginn Bezug und beschrieb, dass ein Gottesdienst auch ein Fest der Liebe und des Miteinanders sei.
„Es ist genug“
Obwohl das Bibelwort aus alter Zeit stammt, stellte Apostel Loy die Frage: „Was hat das mit uns heute zu tun?“ Mit der Geschichte des enttäuschten und verletzten Propheten Elia schlug er die Brücke zu heutigen Lebenssituationen. Mit Elia, der sich vor Angst und Verzweiflung in die Wüste zurückzog und sagte: „Es ist genug“, können wir uns auch heute identifizieren. „Vielleicht holt uns dieses Bild gerade ab. Unter welchen ganz persönlichen „Ginsterbusch“ sitzt du heute?“
Engel des Herrn
Elia wandte sich in seiner Not an Gott, schüttete ihm sein Herz aus. Der erste Schritt in die Zukunft und Hoffnung. Wer sich an den Herrn wendet, könne spüren, dass dadurch Glaube entsteht – auch in der Verzweiflung. Der Apostel nahm das Bild des Engels auf, der Elia berührte: „Lasst uns Ausschau halten nach unserem Engel.“ Es geschehen Dinge, die keine Zufälle seien. Manchmal werde das erst im Nachhinein deutlich.
Gott gibt nicht auf
Apostel Loy nahm außerdem Bezug auf ein Detail im Bibelwort: Der Engel berührte Elia ein zweites Mal – ein Zeichen, dass Gott nicht aufgibt. „Auch wenn du an deinem Glauben zweifelst, ist der Engel da. Hilfe und Veränderung kommen oft dort, wo wir sie nicht erwarten.“ Die 40-tägige Wanderung Elias durch die Wüste benannte der Apostel als Symbol für eine lange Durststrecke durch die Elia gehen musste, durch die wir auch heute gehen müssen, durch die wir aber von Gott getragen werden. Der Weg Elias endete am Berg Horeb, dort erlebte er Gottes Nähe. Eine ermutigende Botschaft: Gott macht uns Mut, große Ziele zu erreichen – auch das Ziel der Wiederkunft Christi.
Ruhesetzung und Ordination
Ein besonderer Moment am Ende des Gottesdienstes war die Ruhesetzung von Priester Harald Schäfer Apostel Loy dankte ihm für 44 Jahren Amtstätigkeit und würdigte ihn als achtsamen Seelsorger. Im Anschluss folgte die Ordination von zwei Priestern und zwei Diakoninnen für die Gemeinde S-Süd.