Das Bibelwort, so verkündigte Apostel Jürgen Loy zu Beginn des Gottesdienstes, sei eine Zusage Jesu, die uns abhole: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch.“(Johannes 15; 3 und 4a)
Der Satz „Du bist schon rein“ durchzog die Predigt. Zu diesem Rein sein bedürfe es keiner Anstrengung oder Werksgerechtigkeit. Jesu selbst brachte zum Ausdruck, dass wir durch sein Opfer rein geworden sind und kommen dürften, wie wir sind, mit unseren Ängsten, Zweifeln und Niederlagen. Wir bräuchten uns nicht zu verstecken.
Wichtig sei das Verbundensein mit Jesu. Er sei der Weinstock, wir die Reben und Gott der Weingärtner. Die Frucht des Heiligen Geistes entstehe aus Jesu Christi heraus. Aus dieser Verbindung und dem Vertrauen zu Jesu erwachse der Friede in uns. Die Treue drücke sich darin aus, dass Jesus bis ans Kreuz geblieben ist und uns einlade, ebenfalls zu bleiben. Das sei das Minimalste, was wir tun könnten.
Mit dem Leid, das es mitunter zu erleben gälte, wolle uns Gott nicht beschneiden oder uns zeigen, wo es lang gehe. Mit solchen Gedanken würden wir uns nur selbst beschneiden.
Wenn Jesu sagte, „Ihr seid rein“, so führte Bischof Matthias Grauer in seinem Mitwirken aus, sei da im Vorfeld schon etwas geschehen, was für seine Jünger und uns zum Heil diene. Auch seien die Früchte, die entstehen, bereits vorhersehbar, weil ja aus der Verbindung mit Jesu nur die Früchte kommen könnten, die aus ihm kämen. Auch betonte er, dass nichts uns von Gott scheiden könne.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles ernannte Apostel Loy für die Gemeinde Stuttgart-Heslach Priester Matthias Höppner zum stellvertretenden Gemeindevorsteher.
Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes erfolgte durch den Gemischten Chor des Bezirks Stuttgart-Leonberg unter Leitung von Christoph Schweizer.
hg